Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3111067-3111084-3113868--2284-3113919- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
behandelt; mit Jesaia beschäftigten sich außerdem Ottley, Batten und der Franzose Condamin; über die Metrik des Jeremias hat der unermüdliche Giesebrecht, über Ezechiel Hervey, über Amos und Hosea Frankh, Waller und Harper, über Daniel G. Jahn, über Hiob Köberle, Meyer, Hontheim, der das Buch als strophisches Kunstwerk nachzuweisen versucht, und Peake, über Ruth Hogg, über Koheleth Zapletal und Haupt gearbeitet. Den Titel der Schrift von Haupt müssen wir doch der Kuriosität wegen anführen. Er lautet: „Koheleth oder Weltschmerz in der Bibel. Ein Lieblingsbuch Friedrichs des Großen. Verdeutscht und erklärt." Das genügt. Bon allgemeinen Schriften über die Bibel erwähne ich zunächst die Einleitung von Cornill, welche in V. revidierter Auflage als ein Teil von dem Grundriß der theologischen Wissenschaften erschienen ist. Dieser Mann ist ein gediegener Führer durch den Kanon, auch wenn man seinen kühnen Forschungen durchaus nicht immer zustimmen kann. Die Literaturgeschichte des Alten Testaments von Wildeboer hat Risch ins Deutsche übersetzt. Auch dieses Buch ist bereits in neuer Auflage erschienen. Die biblische Theologie des Alten Testaments hat Stade von neuem bearbeitet. Der erste Band enthält die Religion Israels und die Entstehung des Judentums. Von neuen Resultaten ist in diesem Buche blutwenig zu spüren. Es ist immer derselbe Geist und immer dieselbe Richtung und leider auch immer dieselbe Tendenz, die ja in protestantischen Forscherkreisen allgemein beliebt ist, und die sobald nicht einer anderen den Platz räumen wird. lieber biblische Probleme hat in seiner geistvollen Weise T. K. Cheyne geschrieben. Die berüchtigte Degradationshypothese der Bibelkritik hat F. Giesebrecht von neuem behandelt. Auch ein Franzose I. M. Lagrange mischt sich in den Chor der historisch-kritischen Beurteiler des Alten Testaments. Mehr populären Wert hat das gleichfalls ftanzösische und mit zahlreichen Illustrationen ausgestattete Werk von Tissot über das alte Testament. Als katechetisches