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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1902-01-01 · 5 (1902) · p. Seite 205

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
5 (1902)
Article
Mittheilungen aus dem Briefwechsel zwischen Zunz und Kaufmann
Date
1902-01-01
Page
Seite 205 (sequence 47)
Language
German
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205 H. S. in Oxford, die Neubauer zu seinem Tobithi) benützt, scheint in der That die Verschiedenheit von Bereschith rabb. und Ber. des R. Mose Haddarschan bestätigt zu werden. Ihrer gütigen Erlaubniß folgend bezeichne ich die Seiten im Emuna Rama, auf denen mir unbekannte Verse citirt werden. Die übrigen Anführungen sind bei Gabirol, Jbn Giath, Mose B. Esra und I. Halewi nachgewiesen worden. Nur von p. 69 Z. 17, 91 Z. 12 v. u. 92 Z. 4 und 101 Z. 7 kann ich keinen Verfasser Nachweisen. Sie werden mich durch die Angabe der Gedichte, in denen diese Stellen sich finden, auf's Innigste verpflichten. Der Gedanke einer kritischen Ausgabe des E. r. befestigt sich in mir immer mehr. Nur fürchte ich, durch den Zwang, ein Programm schreiben zu müssen, unterbrochen zu werden. Ich muß hier abbrechen und bitte Sie, bald in der Heimath mit Ihrer Antwort bedenken zu wollen Ihren Sie innig verehrenden David Kaufmann. Am Rande notirt Zunz: erh. 4. Aug., beantw. 12. ejusd. 51. Kaufman an Zunz. Ich habe lange hin und her gesonnen, wie ich Ihnen wohl in einem kleinen sichtbaren Zeichen die innige Freude ausdrücken könnte, die mich in der Nähe Ihres Gebumstages erfüllt; es erscheint mir alles klein und unwürdig. Und so muß ich denn an dem Ausdruck selber es genug sein lassen, dessen Dürftigkeit Sie nicht über seine Innigkeit täuschen möge. Glauben Sie es nur, es lebt ein großer Kreis, der sich immer mehr erweitert, statt sich zu verengern, der mit jedem neuen Jahresringe an dem stolzen Stamme: Leopold Zunz sich gehoben und beglückt fühlt, dem das Bewußtsein wohlthätig und erquickend ist, daß die Zierde der Judenheit noch wandelt in ihrer Mitte. Sie trauen der Liebe nicht, die aus der Bewunderung quillt; vor der Stimme des Blutes verstummt jede andere, ob sich Verehrung öder Freundschaft auch darin ausspreche. Und doch werden Sie es nicht leugnen, daß ein bedeutender Mensch sich im höheren Sinne eine Familie schafft, eine stille Gemeinschaft, in der er bewundert, verehrt und geliebt wird, die von verständigen Erwägungen zu herzlichen Neigungen vorschreitet, aus Beurtheilern Liebende schafft. Das mündliche 1) Das Buch erschien 1878. Zur Sache vgl. Kaufmann's Besprechung in der Litbl. VH, S. 132, 135. Bei Brann a. a. O. Nr. 87 ist 131 (statt 132) zu lesen.

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