Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 5 (1902)
- Article
- Mittheilungen aus dem Briefwechsel zwischen Zunz und Kaufmann
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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172 drittes gedrucktes 80b1 2 3) mich beschämt. Aber ich weiß, daß Sie mit mir nicht so genau rechnen; nur schade, daß so viel Wärme und Wohlwollen an einen Trauer erfüllten Greis verschwendet wird, für den selbst das Schöne und Gute einen Theil der Anziehungskraft verloren hat, seit dem der Stern erloschen, der seinen Lebensweg erleuchtet hat. Ihre Bemerkung, daß bei DukeZ2) S. 4 oben ein anderer Autor spricht, ist richtig, und was er S. 6 zitirt קרוב מבל u. s. w. ist dem שייר הייחודי, Tag 5, so ähnlich, daß man glauben sollte, es hätte einst ebenfalls dort gestanden, lieber Alnaqua vergleichen Sie mein Zur Geschichte S. 435. Der mitverbrannte Jehuda b. Ascher braucht gar nicht von רבינו אשר abzustammen. Mein jüdischer Geburtstag ist חמשה עשר באב, an welchem Tage in meiner Vaterstadt Detmold der Cherusker^) gefeiert wurde ואדון 'ריטטולד לא זכר את 'האוסף d. i.וארס לא זכר 4 5)את וזצזסבן צזחברי סליחות כל נדרים Sie sehen, daß ich trotz der Schmerzen meines Gemüthes dem Scherzthume noch nicht ganz abgestorben bin: doch haftet solche Stimmung nicht, ich falle, ist der Brief beendet, m den traurigen Ernst zurück. In der That fehlt mir ein Freund, der meine Einsamkeit theilt. Meine ersten kritischen Studien fallen in das Jahr 1811, nachdem ich das Gymnasium verlassen, also lange vor der Blüthezeit Hengstenbergs und dem Glanze sonstiger Critic-astra; allein ich habe siebenmal die 9 Jahre des Horaz gewartet, bis ich von dieser Waare dem Lesepublikum etwas gereicht?) Sie werden hoffentlich nicht so lange zögern mit einem inhaltreichen Schreiben an mich, der ich mit achtungsvoller Ergebenheit verbleibe Berlin, 19. August 1875. Zunz.. *) Vgl. S. 169. Anm. 2. 2) Welche Abhandlung oder Schrift von Dukes gemeint ist, weiß ich nicht. 3) Am 16. August 1875 fand die Enthüllung des Hermann- Denkmals auf der Grotenburg bei Detmold statt. Das war damals in der That der 15. Ab. 4) Koh. 9, 15. Das Citat ist bekanntlich nicht ganz präcis. Die akrostichische Deutung, will besagen: der Fürst von Detmold denkt ganz und gar nicht an den Sammler der Selichot-Dichter. Was die letzten beiden Wörter bedeuten sollen, ahne ich nicht. 5) Vgl. S. 168, Anm. 2 u. S. 169, Anm. 1.