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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1902-01-01 · 5 (1902) · p. Seite 42

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
5 (1902)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1902-01-01
Page
Seite 42 (sequence 24)
Language
German
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42 Dissertationen, die mit der Einleitung oderdemerstenKapiteleiner alten Edition verheißungsvoll begonnen, neunzig nie einen Abschluß erfahren haben. Der einzige Trost bei der Sache ist, daß es um dieser Art von Arbeiten in anderen Fächern der Wissenschaft auch nicht besser bestellt ist. Dieser Tadel gilt übrigens den Arbeiten nicht, die ich heute anzuzeigen habe, weder der Ausgabe des Mischna- Commentars von Maimuni zum Tractat Megillah, die wir B. Behrens verdanken, noch den Untersuchungen von I. Galliner über den Hiob-Commentar Abraham Jbn Esras, von D. Hartmann über das Buch Ruth in der Midrasch-Literatur, oder von Wessel über das Targum zum Buche Ruth. Auch die Responsen der Gaonim sind in diesem Jahre wieder einmal und zwar von S. Wertheimer nach verschiedenen Handschriften herausgegeben worden. Von den Werken, die die hebräische Litteraturgesellschast der Mekize Nirdamim erscheinen läßt, gehört hierher die 5. Lieferung des von H. Brody edirten Diwan Jehuda Ha-Levis; und da wir gerade bei diesem Dichter sind, fügen wir auch am Passendsten hier das Werk des Mannes an, der den neuhebräischen Dichterfürsten wie kein zweiter verstanden und übertragen hat, nämlich die neue Ausgabe des klassischen Werkes von Michael Sachs: Die religiöse Poesie der Juden in Spanien, die S. Bernfeld besorgt hat. Man darf dem Herausgeber wie dem Verleger für diese Gabe besonders dankbar sein. Bekanntlich ist Heine durch das Buch von Sachs zu seinen Hebräischen Melodien angeregt worden. Wie hoch Alexander v. Humboldt und Varnhagen über das Werk gedacht haben, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Es ist lebhaft zu wünschen, daß es in der nun vorliegenden stattlichen Ausgabe auch endlich einmal von denen gelesen werde, für die es eigentlich geschrieben wurde — von den deutschen Juden! Einen Nachzügler der großen spanischen Poetenschule, Saadja Jbn Danan, behandelt N. Blumgrund in einer leider ungarisch geschriebenen' Biographie, die aber von Sachkennern als eine „Dissertation von wissenschaftlichem Werthe" anerkannt wird. In das Gebiet der vergleichenden Sagenforschung gehören hauptsächlich die gesammelten Aufsätze zur

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