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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1902-01-01 · 5 (1902) · p. Seite 32

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
5 (1902)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1902-01-01
Page
Seite 32 (sequence 14)
Language
German
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32 und dem Forscherfleiße Wilhelm Bachers die Litteratur der Juden in Persien und in Buchara immer mehr kennen lernen. Wenn auch diese Litteratur keine großen Schätze aufzuweisen hat, so ist sie doch für die allgemeine wie für die Religionsgeschichte von nicht geringem Interesse. Unvermerkt sind wir an der Hand so sicherer und treuer Führer wie Bacher und Buber in das Revier der jüdischen Litteratur gelangt. Da müssen wir denn zunächst als das Hauptwerk des Jahres den ersten Theil der jüdischen Encyklopädie, die unter dem Titel: Ille Jewish Encyclopedia in New Jork erschien, mit gebührender Anerkennung hervorheben. Schon in den vierziger Jahren wurde die Idee einer solchen jüdischen Realencyklopädie von Moritz Steinschneider und David Cassel angeregt. Es erschien auch ein kleines Spezimen, ohne daß die Sache weiteren Erfolg gehabt hätte; in den siebziger Jahren trat Ludwig Philippson, der unermüdliche, mit dem gleichen Plan vor die Oeffentlichkeit, 1887 erneuerte H. Graetz die Idee, und einige Jahre später kam der Mann, dem die amerikanische Encyklopädie vor Allem ihr Entstehen verdankt, Herr Isidor Singer, nach Berlin mit der festen Absicht, diesen Plan zur Ausführung zu bringen. Es wurde ein Komitee gebildet, die Vorarbeiten wurden in Angriff genommen — aber zur Ausführung kam der Plan nicht, Herr Singer ging nach Paris, aber auch dort gelang es ihm nicht, seine Ideen zur Ausführung zu bringen. Dann kehrte er der alten Welt den Rücken und nun ist es ihm in Amerika doch gelungen, seinen Plan zu verwirklichen. Er hat mit einer Zähigkeit und Kraft ohne Gleichen dafür gearbeitet und verdient darum allein schon die wärmste Anerkennung. Er hat sich aber auch mit einem großen Stabe gelehrter Mitarbeiter umgeben, er hat kühne und opfermuthige Verleger gefunden, und so darf man wohl hoffen, daß diesmal das Werk wirklich vollendet werden wird. Der erste Band, der bisher erschienen, giebt eine ziemlich sichere Gewähr für die - Ausführung der Idee. Die meisten Mitarbeiter sind natürlich Deutsche. Die Redaktion liegt in den Händen tüchtiger amerikanischer Gelehrter wie Cyrus Adler, Gotthold Deutsch, Louis Ginzberg,

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