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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1900-01-01 · 3 (1900) · p. Seite 50

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
3 (1900)
Article
Die Episode des jüdischen Hellenismus in der nachexilischen Entwickelung des Judenthums
Date
1900-01-01
Page
Seite 50 (sequence 10)
Language
German
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51 Logos de cherub 9 I, 144. Heraklitisch die Vorstellung vom Xo'roc, xojjlsü^ quis rer. div. haer. 43 I, 503. Dem Midrasch gehört die Anschauung von der schöpferischen Kraft und dem selbständigen Wesen des göttlichen Wortes an vgl. Chagiga 14 a. Die Geheimlehre vom göttlichen Thronwagen kennt den Gedanken von der Vielheit der Kräfte (nnö) die o6er doch wieder eine geschlossene Einheit bilden, wie auch Philo nach dem v״v die Grundmacht als den Wagenlenker bezeichnet (de profug. 19 I, 561). Die Lehre, daß auf den Logos auch der Name Gottes übergeht, hat ebenfalls Philo aus der spätjüdischen Engellehre (vgl. m. Philo S. 220 f.), wie auch die Anschauung von der Mittlerschast des jüdischen Hohenpriesters sich bei ihm findet de gigant 11 I, 269. Er ist focsx7]<; quis rer. div. haer. 42 I, 501, izapd/Xrfzo^ de vita Mos III, 14 U 155. — Die Grundstelle für die Lehre vom Logos findet Philo in G-e. 1, 27. Er folgert aus dem Ausdruck, daß Gott den Menschen ev/Jjva 9־soo geschaffen habe, daß ein Abbild Gottes (sbcebv hier aTrsizoviajxa) vorhanden sei, welches wieder für Anderes ein Vorbild (Tcapdosqjia) werden konnte de opif. m. 6 I, 5 u. a. Das Wesen des Logos hebe'eben, da es nur ein Abbild sei, nicht das besondere göttliche Wesen auf. Ihm zunächst stehen die beiden oben genannten göttlichen Hauptkräfte, die bald als aus dem Logos hervorgehend bald als diesen bildend bei Philo angeschaut werden (s. m. Philo S. 224 f.). Der Welt gegenüber erscheint der Logos als das allgemeine Sein, welches den Dingen Zu Grunde liegt, spezieller als das Urbild der einzelnen Dinge, andererseits auch als der Plan, nach dem die Schöpfung im Einzelnen ausgeführt wird, daneben auch als der Werkmeister, der den Plan ausführt. Auch für die einzelnen Dinge ist er das sie zusammenhaltende Band: besonders stellt er die Verbindung zwischen den gedanklichen und materiellen Mächten in den Geschöpfen her. Er hat die ganze Welt gewissermaßen wie ein Gewand angezogen und insofern die Dinge der Welt beständig in Bewegung sind, gilt der Logos als der Hirt, der sie wie eine Heerde leitet. — Ein besonderes Verhältnis hat endlich der Logos zum Menschen. Er ist sein Urbild, da dieser wie 4*

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