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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1909-01-01 · 12 (1909) · p. 124

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
12 (1909)
Article
Unsere Familien Chronik
Date
1909-01-01
Page
124 (sequence 15)
Language
German
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— 124: ober Sammtkissen präsentirt, welche er hier gegen jeder mit ein paar gowene ä^yrmge uno ^arsWmua oe^cyenren. wercye von nrmi Eseamp aus Hamburg in Nenndorf gekauft sind. Uebrigens hat sich der König milde (leutselig) betragen gegen alle Menscher:, hauptsich der König milde (leutselig) betragen gegen alle Menschen, hauptsächlich hat er 3 Ehessanen und Kalles (Braut und Bräutigam) von die Gojim von Kopf bis Fuß mit Festkleidung bekleidet und dazu noch jedem Paar 300 Th. bar Geld als Mitgift gegeben, welche sich auch bei seinem Hiersein haben zusammen espulieren lassen müssen am Somrtag, hierbei war großer freier Ball für jeden, großes Feuerwerk, große Jllumunation Pfehklettern, Wettrennen, Kanonenschießen, Freilotterie von allerlei Schaures (Waren), welche wir teils geliefert haben. Die Bräute und Bräutigam haben von mir und Gumpel (Großvater des Dichters Julius Rodenberg) cirea für 300 Th. Waare erhalten. Den 8. September ist er wieder abgereist. (Hhronimus zeigte sich sehr freigibig, doch aus anderer Leute Leder läßt sich gut Riemen schneiden und das gehörte zum System Napoleons, und die guten Nenndorfer haben ihren neuen Landesvater gewiß recht lieb gewonnen.) Wie Napoleon Italien seiner Kunstschätze beraubte und sie nach Paris schickte, so traf auch solches Loos den Vorhang im Hoftheater hier in Hannover. Es gilt dieses als Kunstwerk ersten Ranges und schmückte ein Pariser Theater bis zur Unterwerfung Napoleons durch die Alliierten, wo er nach Hannover zurückwanderte.) Den-4. Juni 1809 Dienstag Mittag 1 Uhr kam ein Bote zu Pferd namens Winterfeld aus Hannover von der Lotteriedirektion und zeigte die glückliche Botschaft an, daß die Nummer 9166 mit dem größten Loos um IOV4 Uhr morgens zur 6. Klasse in meine Collekte herausgekommen. Nachdem kam noch ein Bote zu Pferd namens Schaumberg. In diesem Jahr hatten wir 50 Loose, wovon mein Compagnon Leib 15, mein Sohn Aron 25, mein Sohn Bernhard 10 Stück abgesetzt hat, was hiervon verdient, wurde in 3 Teile geteilt. Von bemeldetem Loos hatte Apotheker Wolf in Nenndorf v«, mein Hauslehrer Sußmann */8, (Höre das jetzt zum ersten Mal) Bader Schräder hier 3/4, ungenannter Name V4; bis den 8. Januar sind die Interessenten alle ausgezahlt geworden und jeder war zufrieden. Gelobt sei Gott, der uns seiner Gnaden gewürdigt, und uns das Wohlwollen der Menschheit zu Theil werden lassen, zu unserem Besten und zu unserer Ernährung in Ehren. Des Verdienstes der Eltern wegen wird ihren Kindern geholfen. Den 10. Januar 1809 habe auf Befehl des Königs Hhronimus an den Reeepteur Vogt in Rinteln gegen einen Schein von dem .König 100 Franken mit 25 Th. 36 gr. 5 Pf. geliehen, welches noch mehrere haben thun müssen. Der eine viel der andere wenig. Den 8. Juni 1811 habe ich mit Aron wieder müssen 100 Franken an ober: berneldeten gemeinschaftlich liefern und zwar auf Aron sein Name. Hierzu habe ich 123 Th. gegeben das übrige ist Rabatt (?) August 1808 ist Kaiser Napoleon mit einer großer: Arrr:ee ir:

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