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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1909-01-01 · 12 (1909) · p. 114

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
12 (1909)
Article
Unsere Familien Chronik
Date
1909-01-01
Page
114 (sequence 5)
Language
German
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114 Tags vor dem Neumondstage Jjar 1817 sind wir wieder aus diesem Haus gezogen und bezogen das Deichmann'sche Haus, Mühlenstraße 15. Masel tauw. Mein erstgeborener Sohn Bernhard wurde am Mittwoch, abends des 14. Nissan in der Bewahrungsnacht geboren 1798. Gott lasse ihn heranwachsen zur Thora, zur Chuppe und zu guten Werken. Mein Sohn Kussel wurde am Donnerstag, 25. Jjar in der Zeit der Omerzählung geboren 1795. Gott lasse ihn heranwachsen usw. Meine Tochter' Röschen wurde geboren Donnerstag, den 31. Elul 1794. Gott lasse sie heranwachsen usw. Meine Tochter Mirjam wurde geboren am heiligen Sabbat 12. Siwan 1799. Gott lasse sie usw. O, Gott bringe ihr Genesung. Mein Sohn Feibisch (Philipp) wurde geboren Mittwoch, 29. Tamus 1801, 14. Juni. Mein Sohn Joseph geb. am Vorabend des Neumondstages Elul 1803. Gott nahm ihn wieder zu sich am Laubhüttenfest 1813. Mein Sohn Abraham geb. Donnerstag, 26. Tewes 1806. Gott lasse ihn usw. (N. B. Zu dieser Zeit waren die Russen im Hannoverschen Lande circa a/4 Jahr.) Meine Tochter Blümchen geb. am Sabbat 28. Adar 1808. Gott rief sie wieder zu sich am 7. Tischri 1813. Meine Tochter Henne geb. 15. Dezember 1810. (Ad häno aseruno rachameeho weal titschenu lonezach!) Bis hierher stand uns Dein Erbarmen bei, mögest Du uns nie verlassen. Mein Sohn Esriel (Israel) wurde geboren am heiligen Sabbat am 1. Elul, d. i. am 8. August 1812, morgens 3V2 Uhr. Gott lasse ihn usw. Meine Tochter Chaja (Julchen) wurde geboren Mittwoch abends 11 Uhr, 28. Januar 1813. Gott lasse sie usw. (Aus einem späteren Nachtrag.) Sie starb am 12. Juli 1878 in Washington in Amerika; sie hinterlietz 10 Kinder, sie hatte eine große Beerdigung, es folgten 35 Kutschen, eine Leichenrede ward im Sterbehause gehalten, eine andere auf dem Gottesacker. Ich und Abraham hielten Schiwe und Schlauschin, die Trauerkunde kam uns brieflich am 22. Juli. Am 27. Ellul 1801 gegen Abend ist hier ein starkes Gewitter mit Schlossen gewesen, wovon eine ein Loth gewogen. Viele Fenster wurden eingeschlagen, im Nenndorfer Brunnen für circa 600 Thaler, im Hannoverschen alle Sommerfrüchte ausgeklopft. In diesem Jahre waren auch viele Mäuse in den Feldern, in vielen Gegenden haben sie den Roggen beschädigt und die Sommerfrüchte bei Hinpten und Maltern in die Löcher getragen, was man bei dem Land umpflügen wieder gefunden hat. Auch in den Gärten' waren sie wie Hamster. Martinsmarkt 1802 abends 10 Uhr im ersten Schlafe kommt Lange und Steffen Meyer und weckten uns, sagten, es käme

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