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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1909-01-01 · 12 (1909) · p. 113

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
12 (1909)
Article
Unsere Familien Chronik
Date
1909-01-01
Page
113 (sequence 4)
Language
German
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118 Geschwister ein Muster, dem sie unwillkürlich nachahmen; denn der Nachahmungstrieb ist bei Kindern sehr mächtig, daher haben die Eltern, wenn das erste Kind wohlerzogen und geraten, bei den folgenden nur halbe Arbeit. Und Dank ihrem Erstgeborenen war das auch bei der Familie Behrend der Fall. Es war denn die Familie Jtzig Behrend in vielen Beziehungen und zumal zu jener Zeit eine Musterfamilie. Leider sind die Mitglieder derselben bis auf Einen längst zum ewigen Frieden heimgegangen, und auch an diesem Einen, Israel Behrend, der sich noch lange Fahre seines Lebens und des Feierabends, den er seit kurzem begonnen, erfreuen möge, bewährt sich das Sprichwort: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamme". Stamm- und Geburtsregister. (Die in Klammern eingeschlossene Schrift enthält Bemerkungen des Abschreibers Or. Cohn. Dieses ist die Geschichte Jitzschaks (Jtzigs) Sohnes Jakaufs, genannt Jakob. Jakob war ein Sohn Bärs, Bär ein Sohn Jak obs. Ich, Jtzig, bin der dritte Sohn meines Vaters Jakob in Rodenberg, geboren wurde ich in Grove Nr 65. Ich habe meinen Urgroßvater Jakob noch gekannt, derselbe ist 100 Jahre alt geworden. Sein Sohn hieß Bär. Dieser heiratete eine Frau namens Chaja aus Hildesheim und zeugte 4Töchter und 2 Söhne, von welchen mein Vater der Aelteste war. Die Eltern meines Vaters starben aber in ihren besten Jahren. Mein Vater heiratete eine Frau namens Henne, eine Tochter Abrahams aus Nienburg und selbige hatte 6 Söhne und 1 Tochter. Behrend, der älteste Sohn, wohnt in Ohsen, Feibisch, der zweite, in Nenndorf, Jtzig, der dritte, in Grove, Ahron, der vierte, desgleichen und wohnt bei ihm im Hause. David, der fünfte, in Hameln, Abraha m, der sechste, in Hannover, die siebente in Lauenau. (Geburtsjahre von Jtzigs Geschwistern.) Mein Bruder Bär wurde geboren lemasel (es sei zu seinem Wohle) am Mittwoch, 8. Elul (d. i. nach deutschem Kalender 1760). Bruder Fei bisch, Sonntag, 28. Kislev — 1764. Ahron am 6. Kislev — 1767. Ich, Jtzig, in meiner Wenigkeit 30. Elul — 1773. Meine Frau Rivka, Tochter Israels aus Geppenbrügge 24. Adar — 1773. Unsere Hochzeit war am Sonntag und Montag Neumondstage von Jjar — 1793. Am Mittwoch Sidra (11. Februar 1796) sind wir durch Gottes Hilfe in das Haus Nr. 88 in Grove eingetragen. Und Fizchak nahm die Rivka und führte sie in das Zelt Sarahs, seiner Mutter. 8

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