Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 7 (1904)
- Article
- David Honigmanns Aufzeichnungen aus seinen Studienjahren (1841/5)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3111067-3111080-3112432--1870-3112581- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
137 den D.-J. G.-B. ausarbeitete, so hat er. auch später bei jeder Revision der Satzungen bis an sein Lebensende tatkräftig mitgewirkt. Die Denkschriften und Gutachten, die der Gemeinde-Bund veröffentlicht hat, find, soweit Fragen juristischer Natur darin behandelt wurden, zum großen Teil sein Werk gewesen. Auch im engeren Heimatskreise hat er dem „Verein israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen", der soeben das erste Vierteljahrhundert seiner Tätigkeit abschließt, mit seinen reichen Erfahrungen und seiner überlegenen Einsicht hilfreich zur Seite gestanden, als er die heute segensreich wirkende „Unterstützungskasse" für die Lehrer dieser Bezirke ins Leben rief. In den letzten Jahren seines Lebens war er von schweren Leiden heimgesucht, die er mit der Geduld eines Weisen ertragen hat. Am 22. Juli 1885 starb er, ein treuer Jude, ein guter Deutscher, ein lauterer Mensch. Mögen der deutschen Judenheit viele seines Gleichen beschießen sein. Breslau, 20.. September 1869. Vor Kurzem kam mir die von dem Rießer - Verein veranstaltete neue Ausgabe von Gabriel Rießers Schriften in die Hände. Der erste Band enthält eine Biographie desselben von Dr. Jsler, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Fesselnder noch als die gut geschriebene Lebensgeschichte sind die in großer Anzahl eingestreuten Briefe Rießers, die das meiste Material sowohl für die äußeren Tatsachen, wie für die innerliche Darstellung dieses einfachen und doch reich veranlagten Charakters darbieten. Die Briese sind fast ausschließlich, außer an Eltern und Geschwister (aus der früheren Zeit) an einige Freundinnen, die beiden Schwestern Sophie und Elise Hoffmeister in Heidelberg und Frau Dr. Haller in Hamburg gerichtet. Die Anknüpfungspunkte bei den ersten reichen bis an die Studentenzeit zurück. Die letzte ist die Egeria des späteren gereiften Mannesalters, und stellt sich in dem warmen Reflex der Rießer'scheu Briefe in der Tat