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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1904-01-01 · 7 (1904) · p. Seite 32

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
7 (1904)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1904-01-01
Page
Seite 32 (sequence 16)
Language
German
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32 ihren göttlichen Begriffs, die geradezu als Muster dienen können, wie man wissenchaftliche Zeitfragen von der Kanzel herab zu behandeln hat, ferner die trefflichen Predigten von I. Rosenberg, I. Hirschberg, I. Cohn, I. Unger und I. Niemirower. Von der Kanzel geht es in natürlicher Folge auf das Katheder. Die Schulbücher-Litteratur hat in diesem Jahre eine erfreuliche Vermehrung auszuweisen. Die Schulbibel von S- Bernfeld ist ein Buch, das sicher ebenso viele Freunde sich erwerben wird, wie die neue Ausgabe der Schulbibel von I. Auerbach und das poetische Schulgebetbuch von I. Goldschmidt. Seine biblische Geschichte und Religionslehre hat S. Müller bis zu Ende des jüdischen Staats fortgesührt, eine deutsche Übersetzung zum Gebetbuch im Schnlgebranch hat H. Einstädter in zweiter Auflage erscheinen lassen. Aus dem Nachlasse eines tüchtigen Schulmannes, S. Apolant, sind ausgewählte Gebete und Psalmen zum Schulgebrauch herausgegeben; die hebräische Sprachlehre vonJaphet kommt nun bereits in achter Auflage vonH.Schwab heraus, eine illustrierte hebrüischeLesefibel nach demselben Prinzip hat I. Rosenthal verfaßt. Von den jüdischen Sagen und Legenden, die Bernhard Kuttuer unserer Jugend erzählt, ist das zweite Bändchen erschienen; biblische Lesestücke zu den Propheten hat M. David gegeben; die Festschrift zur Jubelfeier der Unterrichtsanstalt der israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. mit verschiedenen wertvollen Beiträgen schließt sich hier passend an. Und die Pädagogischen Briese, die aus dem Nachlasse des unvergeßlichen Moritz Lazarus herausgegeben wurden, dürfen hier, obwohl sie nicht speziell das jüdische Schulwesen betreffen, doch keineswegs übergangen werden. Über das Gebiet der Belletristik wäre auch in diesem Jahre recht viel zu sagen, aber es wären doch immer wieder dieselben Klagen, deren Wiederholung den Leser ermüden könnte. Ich verzichte also darauf und erwähne als besonders interessant die besten Gaben des Jahres. In erster Reihe stehen die Erzählungen von Ulrich Frank, die unsere Leser kennen und die nun in zwei stattlichen Bünden gesammelt erschienen sind. Sie reihen sich würdig den besten poetischen

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