Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 7 (1904)
- Article
- Litterarische Jahresrevue
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 10)
- Language
- German
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26 anderen Voraussetzungen aus; aber immerhin, das Ziel bleibt im . wissenschaftlichen Sinne immer das gleiche. Schon ein aufmerksames Studium des Meisterwerkes von Wilh. Bacher über die Agada der Tanaiten, das in zweiter Auflage erschienen ist, könnte eine ganze Fülle von Jrrtümern berichtigen. Auch die Schrift von L. A. Rosenthal über Ausbau und Quellenscheidung in der Mischna ist in dieser Beziehung sehr wertvoll; das Buch von M. Braunschweig-er über die Lehrer des Mischna, das in neuer Auflage heransgegeben, wendet sich vor allein an Schule und Haus, denen das Leben und Wirken jener Mischna - Lehrer anschaulich geschildert wird. Auch in hebräischer Sprache liegt der erste Band eines biographischen Werkes über die Männer des Talmud von S. Albek vor. Die vortreffliche Einleitung Mielziners in den Talmud ist auch in zweiter revidierter Ausgabe erschienen, die Übersetzung der Mischna von E. Baneth ist bis zum Traktat Pesachim, die des babylonischen Talmud von L. Goldschmidt bis zum Traktat Schebuoth, die des französischen jerusalemischen Talmud von M. Schwab bis zum dritten Bande gediehen. Eine gute Übersetzung des Tosesta-Traktats Berachot hat H. Laible geliefert, die halachisch-kritischen Noten zu beidenTalmuden von I. Dünner, die seiner Zeit so großes Aufsehen gemacht haben, werden fortgesetzt- Auf dem Gebiete des Midrasch ist als eine sehr bedeutsame Erscheinung die erste Lieferung der wissenschaftlichen Ausgabe des Midrasch rabba von I. Theodor zu nennen. Damit sind wir schon in die gaonäische Periode gelangt, und hier sind es natürlich wieder vor allem die Schätze der ägyptischen Genizah, mit denen ein neuer Abschnitt in der Litteratur des Mittelalters beginnt, die unsere Aufmerksamkeit vor allem wieder in Anspruch nehmen. S. Schechter, dem wir das alles verdanken, hat aber nicht nur die Schätze gehoben, sondern er ist auch fortwährend bemüht, die wichtigsten Funde durch den Druck allgemein zugänglich zu machen. In diesem Jahre hat er eine sehr interessante Sammlung von Genizah - Fragmenten unter dem Titel: Saadjana herausgegeben; es sind Reste von verloren gegangenen Schriften Saadia's, von denen uns wiederum am meisten eine