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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1904-01-01 · 7 (1904) · p. Seite 24

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
7 (1904)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1904-01-01
Page
Seite 24 (sequence 8)
Language
German
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24 itt der paulmischen Lehre, von Böckenhoff über das apostolische Speisegesetz in den ersten fünf Jahrhunderten, von G. H ö lsch er über Palästina in der persischen und hellenistischen Zeit, von G- Füllkrug über Jesus und die Pharisäer schildern alle diese Zeit und ihre merkwürdigen Verhältnisse. Von ganz besonderem Interesse ist für uns der Streit zwischen jüdischer und christlicher Gelehrsamkeit in dieser Periode. Das- Buch von W. Bousset über die Religion des Judentums im neutestamentlichen Zeitalter haben wir bereits im Vorjahre erwähnt. Eine in jeder Beziehung ausgezeichnete Widerlegung desselben hat F. Perles geliefert in seiner Schrift: Bousset's Religion des Judentums kritisch untersucht. Die Methode des Forschers, wie seine Resultate werden in ebenso gründlicher wie schlagender Weise widerlegt. Die Antwort Bousset's in seiner Schrift: Volksfrömmigkeit und Schriftgelehrtentum ist recht schwach' in den wichtigsten Punkten muß er Perles zugestehen, daß er recht habe. Seine Construction von einem tiefergehenden Gegensatz zwischen Volksfrömmigkeit und Schriftgelehrtentum ist eine mehr als künstliche; nicht weniger schlagend ist die Antwort, die M. Güdemann von anderen Gesichtspunkten aus dem Buche von Bousset zuteil werden ließ. Aber freilich, was nützen alle Repliken von unserer Seite, wenn man von der andern immer mit vorgefaßten Meinungen und mit einer bestimmten Tendenz an die Behandlung der wichtigsten Fragen der Religionsgeschichte herankitt? Wer sich davon überzeugen will, braucht blos die Schriften von Bousset über die jüdische Apokalyptik und das an sich sehr wertvolle Werk von P. Volz: Jüdische Eschatalogie von Daniel bis Akiba, aufmerksam zu studieren. Roch schlagender wird das Verhältnis durch eine neue Schrift von Hermann Gunkel: Zum religionsgeschichtlichen Verständnis des neuen Testaments, beleuchtet. Dieser geistvolle Autor stellt die These auf, daß die neutestamentliche Religion bei ihrer Entstehung und Ausbildung in wichtigen, ja, in einigen wesentlichen Punkten unter dem entscheidenden Einfluß fremder Religionen gestanden habe, und daß dieser Einfluß zu den Männern des neuen Testaments durch das Judentum hindurch gekommen sei. Dieses Problem sei in den neutestamentlichen Forschungen

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