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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1904-01-01 · 7 (1904) · p. Seite 23

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
7 (1904)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1904-01-01
Page
Seite 23 (sequence 7)
Language
German
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23 es erscheint uns unbegreiflich, wie man im Ernst die hellenistische Litteratur als Unterrichtsgegenstand in den jüdischen Schulen Vorschlägen kann, wenn man diesen nicht etwa auf Einzelnes von Philo und Josephus beschränken will. Das Unternehmen, die ganze jüdisch-hellenistische Litteratur in guten Ausgaben zu verbreiten, ist bis jetzt noch nicht in das Stadium der Verwirklichung getreten. Es ist das sehr bedauerlich, da es überaus wünschenswert wäre, wenn gerade jüdische Gelehrte, die mit philologischem Wissen wohl ausgerüstet sind, sich dieser Arbeit annehmen wollten. Die Mittel für das Unternehmen sind, wie es heißt, bereits aufgebracht; es fehlt also wohl nur au den geeigneten Kräften. ° Der Streit um den hebräischen Sirach hat nun so ziemlich aufgehört. Es ist auch nur eine einzige und zwar vortreffliche Ausgabe der Fragmente von H. Strack zu erwähnen. Zur Erklärung der Psalmen Salomonis hat F. Perles wichtige Beiträge geliefert. Das Buch der Jubiläen hat R. H. Charles herausgegeben, die Peschita zum Buch der Weisheit I. Holtzmann, das Verhältnis von Griechen und Semiten auf dem Isthmus von Korinth hat E. Maas von neuem einer gründlichen Untersuchung unterworfen, Beiträge zur Beurteilung der Septuaginta sind von G. Jahn erschienen; die vorzügliche. Arbeit über diese von Swete liegt bereits in zweiter Austage vor; die französische Übersetzung des Josephus ist nunmehr bis zum 7. Bande gediehen, der die Schrift gegen Apion enthält. Das meiste Interesse erregen nach wie vor das Zeitalter der Entstehung des Christentums und die Verhältnisse des Judentums in jenem Zeitalter. Das wichtigste Buch über diese Periode vor Allem ist die Apologetik von M. Friedländer, ein Werk großer Gelehrsamkeit und scharfsinniger Combinationsgabe, das man willkommen heißen muß, auch wenn man nicht allen Resultaten seiner Forschung zustimmen kann. Auch die Studien von I. Halevy über die Evangelien werden ebensoviel Interesse wie Widerspruch Hervorrufen. Die Schriften von E.H. Schmitt über die Gnosis, die von T. Simon über den Logos, von Bugge über die Haupt- Parabeln Jesus, von P. Dubois über das jüdische Gesetz

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