Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 7 (1904)
- Article
- Litterarische Jahresrevue
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 5)
- Language
- German
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21 Durchbruch gelangt, daß man neue Wege wird einfchlagen müssen anstatt der bisherigen Jrrpfade. Diese Erkenntnis durchzittert die ganze bibelkritische Litteratur des Jahres, der man die erklärliche Unsicherheit und Zaghaftigkeit deutlich anmerkt. Ein hervorragendes neues Werk ist auf diesem Gebiete nicht erschienen. Die beiden großen Handkommentare von Marti und Nowack sind nun wohl abgeschlossen. Einzelne Arbeiten aus beiden Serien sind sogar in zweiter Auflage erschienen. Zu nennen sind außerdem Green, W. H.: Die Einheit der Genesis, Budde: Die Bücher Samuel und die Schätzung des Königstums im alten Testament, Burney: Über den hebräischen Text der Kvnigsbücher, Erbt: Jeremias und seine Zeit und die Sicherstellung des Monotheismus durch die Gesetzgebung im vorexilischen Juda, Duhm: Jeremias (Schade, daß dieser verdienstvolle Gelehrte seinen scharf ausgeprägten Antisemitismus auch in streng wissenschaftlichen Arbeiten nicht verleugnen, kann), Lcy: Hiob, Kittel: Die Bücher der Chronik. Über die Religionsgeschichte haben Traub und Volk übersichtliche Darstellungen gegeben. Über das Verhältnis Ägyptens zur Bibel berichtet Völter in einem ansprechenden Buche. Von der deutschen Übersetzung des Buches über die Religion Babylons, das Morris Jastrow englisch geschrieben, sind wieder zwei Lieferungen erschienen; die babylonischen Bußpsalmen und das alte Testament erörterte H. Bahr, den ersten Teil einer kritischen Bibel gab T. R. Cheyne heraus, die aethiopische Bibelübersetzung untersuchte A. Heider, und über die Ausgrabungen in den biblischen Ländern während des 19. Jahrhunderts ist ein sehr wertvolles Buch von H. V. Hilprecht erschienen. Ein Textbuch von einhundertfünfzig nordsemitischen Inschriften hat uns G. A. Cooke gegeben. Über die Ausgrabungen in Palästina während der Jahre 1898—1900 unterrichten uns F. I. Bliß und R. A. Steward Macalister. Das keilinschriftliche Textbuch zum alten Testament von H. Winkler ist in zweiter Auflage erschienen. Derselbe Autor fährt in seiner Hypothesenjagd fort. Seine altorientalischen Forschungen, seine Schriften: Abraham als Babylonier, Josef als Ägypter, ferner: Himmels- und Weltenbild der Babylonier wimmeln