Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 6 (1903)
- Article
- Mittheilungen aus dem Briefwechsel zwischen Zunz und Kaufmann
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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156 101. Mein Kopf leidet es nichts daß ich viel schreibe. Beste Grüße und Wünsche habe ich für alle meine Freunde; bleiben Sie gesund und werden Sie nicht böse dem nicht mehr viel Laugenden alten 102. Zunz. Geehrter Herr Professor! Da mir vieles Lesen und alles Schreiben sauer wird, so entschuldigen Sie mich, wenn ich Ihrem freundlichen Brief nur wenige Zeilen widme. Ich wünsche Ihnen Gesundheit und Reichthum, Aemter und Glück und dauernde Zufriedenheit. Ich bleibe stets Ihr alter Freund Berlin, 11. Januar 1886. Zunz. Für Ihre liebe Frau einen freundlichen Gruß. Wenige Wochen später, am 17. März, schloß der müde Greis für immer die Augen. In der Ehrenreihe des Friedhofs auf der Schönhauser Allee hat er neben seiner Adelheid die ewige Ruhe gefunden. Rabbiner Dr. P. F. Frankel verfaßte seine Grabschristi). Sie lautet: פג . איש מופת׳ יחיד בדות׳ עיני העדה האיר באורו לו כל חמדת ישראל הוא היה אבי יושב אוהל וראש החוקרים בקדמוניות ישרה החכם הישיש גדול מרבן שמו יום טוב ליפמן צונץ נאסף אל עמיו בן תשעים ושתים שנה יום ד׳ י■ אוד-שני ה׳ תרמו ויובל לקברות ביום א׳ י״ר לחדש ויום הפורים נהפך מיום טוב לאבל והמשכילים יזהירו כזהר הרקיע ומצדיקי הרבים ככוכבים לעולם וער. 1) Eine von Zunzens Nichte eingesandte Abschrift liegt dem Briefwechsel bei und schließt ihn ab. Herr Dr. Max Eschelbacher in Berlin hat mir freundlichst die Texte dieser und der folgenden Inschrist noch einmal mit den Urschriften verglichen.