Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 6 (1903)
- Article
- Mittheilungen aus dem Briefwechsel zwischen Zunz und Kaufmann
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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157 Das heißt auf Deutsch etwa: Hier ruht ein wunderbarer Mann, einzig in seinerZeit. Die Augen der Gemeinde hat er mit seinem Lichte erhellt. Alle Geistesschatze Israels waren sein Eigen. Er war der Vater der Gelehrten, der Erste unter den Alterthumsforschern Israels. Alle Ehrentitel überragt sein bloßer Name: Jomtob Lipmann Zunz. Er wurde im Alter von 92 Jahren eingethan zu seinem Volke am Mittwoch, 10. Adar TL 5646, und kam zu Grabe am Sonntag, 14 desselben Monats, am Purimfeste, das sich uns in einen Trauertag verwandelte. ״Die Weisen werden leuchten wie des Himmels Glanz und die Tugendlehrer wie die Sterne in alle Ewigkeit." Auf dem Grabstein Adelheids aber lesen wir die schlichten Worte, die gewiß Zunz selber entworfen hat: פג האשה היקרה והאהובה מרת אירל בת ר׳ ליב בערמן דל אשת מרה יום טוב ליפמן צונץ נאספה אל עמה בת שבעים ושתים שנה יום א; ה׳ אלול ה׳ חרלר ותקבר עשק יום שמיני לחדש חנצב״ה Das heißt auf Deutsch:. Hier ruht die theure und geliebte Frau, Frau Edel, Tochter Löb Bermann's s. A., Gattin des Jomtob Lipmann Zunz, die zu ihrem Volke eingethan wurde im Alter von 72 Jahren am Dienstag, 5. Elul 5634, und am Freitag, 8. desselben Monats, begraben wurde. Ihre Seele möge fest gebunden sein^ in den Bund des Lebens. 1) Vgl. Zunz, Zur Gesch. u. Litt. S. 350 ff.