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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1903-01-01 · 6 (1903) · p. Seite 35

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
6 (1903)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1903-01-01
Page
Seite 35 (sequence 21)
Language
German
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35 u. s. w. Besondere Sorgfalt ist dem biographischen Teil zugewendet worden und eine sehr schöne Beigabe sind die ausgezeichnet hergestellten Illustrationen, von denen wir freilich im Interesse der Wissenschaftlichkeit die modernen Genre- Bilder gern ausgeschlossen hätten. Von den Mitarbeitern am zweiten Band will ich hier nur einige nennen, um den Charakter des Werkes dadurch zu illustrieren und zwar nach der Reihenfolge wie sie im Index aufgeführt sind: Büchler, Eckstein, Freimann, Feilchenfeld, LeviaH, Deutsch, Baron Günzburg, Baneth, Hirsch, Eduard Meyer (!), Schürer, Buhl, Gottheil, Brody, Hirschfeld, Malter, Benzinger, Israel Levi, Loew, Jastrow, Köhler, Cornill, Blau, Grünhut, Kayserling, Margulis, Moise Schwab, Philipp Bloch, Jensen, Wendland, Krauß, Dubnow, Bacher; fürwahr eine stattliche Phalanx mutiger Kämpfer für eine große und gute Sache! Versuchen wir es nun ein Bild von der litterarischen Thätigkeit des Jahres zu geben, indem wir diese nach einer gewissen Reihenfolge ordnen. Den Vortritt lassen wir einem der tüchtigsten und besonnensten Forscher, nämlich Abraham Epstein, der übrigens auch gegen Halevy in einem sehr vornehm gehaltenen Essay über die Rückkehr Rubs die Polemik eröffnet, und der außerdem in seiner Schrift über die Halachot Gedolot sehr wichtige Ausschlüsse geboten hat. Zur Beurteilung der Stellung, welche der Islam und dessen Begründer zum Judentum eingenommen, hat H. Hirschfeld mit seinen Untersuchungen neues Material beigebracht; auch die Schrift von Abraham Geiger: Was hat Muhammed aus dem Judentum ausgenommen, die 1833 zuerst veröffentlicht wurde, ist wieder in neuer Auflage erschienen. Den ethischen Tractat von Berachja hat H. Gollancz in englischer Uebersetzung und Erklärung, die ethische Abhandlung von Gabirol S. S. Wise gleichfalls mit englischer Uebersetzung, das Sefer Jezirah M. Großberg und einen Abschnitt aus dem astronomischen Werke von Israeli S. Weikert herausgegeben. Die Beziehungen der Scholastik des 13. Jahrhunderts zum Judentum und zur jüdischenLitteraturhatJ.Guttmann mit gewohntem Scharfsinn beleuchtet; fern von jeder apologetischen Tendenz weist er nach, daß einige Hauptvertreter 3*

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