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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1901-01-01 · 4 (1901) · p. Seite 214

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
4 (1901)
Article
Beim Patriarchen
Date
1901-01-01
Page
Seite 214 (sequence 83)
Language
German
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214 gesehen, sie sind ganz verwendbar, wenn rnan die örtlichen Verhältnisse erwägt." „Na, auf den Kaiserhof oder 's Palasthotel wird Niemand rechnen," neckte er. „Gewiß nicht," gab sie lächelnd zurück, „aber dafür findet er Anderes dort. Und jetzt, unterbrich mich nicht immer, Josua, sonst verliere ich . . ." „Den Faden des -strategischen Plans zu der Invasion in Rawitsch." „Josua!" Sie nahm eine ganz beleidigte Miene an. „Aber Fann'scherl, merkst Du denn nicht, wie sehr ich selbst mich mit Allem freue. Bischen Scherz müssen auch die ernstesten Dinge vertragen können, aber jetzt bin ich ganz, still, so artig wie Hugo und Rita und alle braven blinder,, wenn sie etwas erklärt bekommen. Also . . . avanti . . ." Sie zauderte kaum merklich, dann fuhr sie fort: „Im Uebrigen haben auch einige der angesehensten Familien, unter ihnen der Vorsteher der Gemeinde, sich angeboten, Gäste bei sich zu beherbergen. Man kann in einem so ganz besonderen Fall das ohne Weiteres annehmen. Es sind Freunde und Bekannte der Friedländer'schen Familie und außerdem betrachtet die ganze Gemeinde . . ." „Khille heißt es in diesem Falle, Fannychen . . scherzte er wieder. „Also, die ganze Khille, ja die ganze Stadt diesem Ehrentag Onkel Leopold's wie den ihrigen." Sie wußte wohl, daß unter den Spötteleien ihres Mannes sich sehr viel Gemüthstiefe barg. „Man plant auch in diesen Kreisen, ihm besondere Auszeichnungen zu bereiten. Jedenfalls wird er zum Ehrenbürger ernannt werden, denn seine Wohlthätigkeit kommt ohne Unterschied des Glaubens Allen zu Gute." „Dann werden wir die Leopold Friedländer'fche Stiftung für Wittwen und Waisen wohl auch an diesem Tage dort begründen?" Sie sah ihn mit einem dankbaren Blicke an und dann reichte sie ihm die Hand über den Tisch. Es war bisher noch nicht die Rede von dem gewesen, was er, einer groß-

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