Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 2 (1899)
- Article
- Aus Salomon Munk's nachgelassenen Briefen
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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182 Tagen in dem Journal des Debats, der angesehensten Pariser Zeitung, erschien, ersehe ich mit Vergnügen, daß de/ erste Artikel, den ich geliefert habe, nicht unbemerkt vorüber gegangen ist. Einer obskuren Person, wie ich noch bin, muß es besonders lieb sein, neben einigen der ausgezeichnetsten Männer erwähnt zu werden, obgleich ich im Allgemeinen auf die Publicität wenig Gewicht lege, da sie oft ziemlich leicht zu erlangen ist, vorzüglich in Frankreich. Da die erwähnte Annonce*) sehr kurz ist, habe ich sie ausgeschnitten und hier beigelegt, bloß um Dir ein Vergnügen zu machen, keineswegs aber um sie fremden Personen zu zeigen. Ich weiß, daß bei uns auf dergleichen Dinge mehr Werth gelegt wird, als sie in sich haben, und das war es, was mich verhinderte, manchmal Blätter einzusenden, wo einiger kleinen Arbeiten von mir mit Wohlwollen erwähnt wurde. Denn was man Eltern und Geschwistern ganz unbefangen geben kann und soll, hat bei Fremden nur mit Recht den Schein der Prahlerei. Ich hoffe, daß Du diese Bemerkung beherzigen wirst. . . . 19. An die Mutter. Paris, den 15. April 1834. Theuerste Mutter!.Mit meinen Augen geht es jetzt wieder Gottlob recht gut; Du weißt, daß ich seit meiner Kindheit an Augenschwäche litt. Das Uebel hat seit einigen Jahren nicht zugenommen, und ich fürchte auch nicht, daß dieses der Fall sein werde. Wenn zufällig einmal eine etwas anhaltende Arbeit meine Augen ermüdet, so genügt mir immer eine Stunde Ruhe, um mich wieder gänzlich herzustellen. Im Sommer, wo ich wenig bei Lichte arbeite, sind solche Anfälle von Ermüdung sehr selten. . . . 20. An die Mutter. Paris, den 26. Dezember 1834. Theuerste Mutter!.lieber diese Reise nach England habe ich noch keinen festen Entschluß gefaßt, obgleich mir soviel klar ist, daß ich sie früher oder später doch unternehmen muß. . . . *) Sie lautet: La dix-huitieme livraison du Dictionnaire de la Conversation vient de paraitre. Unelecture rapide xlous a permis d’y remarquer plus particulierement un travail plein d’erudition et de profondeur sur la Cabale par Mr. Munk, l’un des plus savants Israelites de l’epoque, ainsi que les articles Cacochymie, par M. Laurent; Cafes, par M. de Salvandy; et Calas, par M. de Pongerville. — Vgl. auch den Brief Nr. 14. —