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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 164

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
Aus Salomon Munk's nachgelassenen Briefen
Date
1899-01-01
Page
Seite 164 (sequence 17)
Language
German
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— 164 — sich eine Zeit lang mit mir über meine Studien, sprach mit vieler Freundlichkeit und Aufmunterung, und entließ mich mit vielen Wünschen für den glücklichen Erfolg meiner Bemühungen. Ich könnte Ihnen noch manches Einzelne aus meiner Reise mittheilen, doch ist es heute schon zu spät. Nehmen Sie noch am Schluffe viele herzliche Glückwünsche zu dem neuen Jahri); mögen Ihre Tage stets heiter seyn, und mögen Sie ein glückliches Alter in Ruhe und Zufriedenheit hinbringen, und sich noch viele Jahre des Guten erfreun, das von Ihm aus geht. Erfreun Sie recht bald durch ein Schreiben Ihren S. L. Munk. 2. An denselben. Bonn, den 30. October 1827. . . . lieber meine Verhältnisse habe ich zu dem, was ich der lieben Mutter mitgetheilt, nur noch einiges hinzuzufügen. Durch Herrn Beer bin ich (außer den früheren Bekanntschaften) mit noch einigen anderen Personen von der hiesigen Universität bekannt gemacht worden; unter andern auch mit A. W. v. Schlegel, welchem ich auch von Wilcken in Berlin empfohlen war, und bei dem ich eine sehr freundliche Aufnahme fand. Auch dieser ist der Meinung, daß ich mich mit der Promotion nicht zu übereilen brauchte, und da auch Herr Beer jetzt zu glauben scheint, daß es nicht nöthig sei als Doctor nach Paris zu kommen, und daß Empfehlungen dorthin wirksamer seyn möchten als der Titel, so gebe ich vorläufig den Entschluß auf, vor meiner Abreise von hier zu promoviren; denn obgleich mein Wohlthater die Kosten hergäbe, wenn ich es durchaus wünschte, so wäre es doch ein Mißbrauch seiner Güte, ihm unnöthigerweise eine Ausgabe von wenigstens 200 Rthlr. zu verursachen, zumal da er schon jetzt so viele Ausgaben für mich hat, indem er für alle meine Bedürfnisse Sorge trägt und ich hier eben so viel, wo nicht noch mehr brauche als in Berlin. Herr Beer stellt die Sache ganz in mein Belieben und ist von seiner Seite bereit, hierin ganz nach meinem Wunsche und meinen Ansichten zu handeln. — Ich lebe hier übrigens recht angenehm und weit ruhiger als in Berlin, da ich fast den ganzen Tag ungestört auf meinem Zimmer arbeiten kann und mir nicht die Zeit durch das Unterrichten, wie in Berlin verloren geht. — Was meine Heiterkeit manchmal trübt, ist der Gedanke an die i) Neujahr war damals am 22. September.

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