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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 153

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
Aus Salomon Munk's nachgelassenen Briefen
Date
1899-01-01
Page
Seite 153 (sequence 6)
Language
German
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153 wir über den genealogischen Zusammenhang der namhaft gemachten Personen näher unterrichtet sind. Sein Vater Lippmann Samuel Munk war bei der Gemeinde eine öffentliche Amtsperson, zu deren Befugnissen die Aufnahme und Beglaubigung aller Akte der freiwilligen Gerichtsbarkeit, die Ausstellung und beglaubigte Übersetzung hebräischer Aktenstücke für die Staatsbehörde und die Vollziehung der Urtheile des jüdischen Gerichts gehörte. Er führte den Titel eines „Schammes oder Beglaubigten" der JudenschafK und ist jedenfalls ein geschäftskundiger und in den Quellen des jüdischen Rechts wohl bewanderter Mann gewesen. Seinem Sohn SalomorM ertheilte er selbst den ersten Jugendunterricht und unterwies ihn gründlich in der Bibel und im Talmud. Bei seinen Lebzeiten hatte er, wie die für die Schamesse geltende offizielle Sporteltaxe^) beweist, ein Einkommen, das ihn vermuthlich wenigstens vor Noth und Sorgen geschützt hat, ohne ihm freilich die Möglichkeit zu geben, feinen Kindern ein nennenswerthes Vermögen zu hinterlassen. Er scheint 1811, noch im besten Mannesalter stehend, gestorben zu sein. Seine Wittwe Malka, in welcher wir aus den sollten (das. S. 91). Im Jahre 1806 leistete Jhig Löbel Sachs der Stadt einen Vorschuß von 150 Thalern in Pfandbriefen zur Bezahlung der von den Franzosen der Stadt auferlegten unerschwinglichen Kontribution. — *) Eine mit seiner Unterschrift und seinem Amtssiegel versehene Urkunde, ä.ä. Montag, (27. Marcheschwan570—) 6.Novbr.1809 bewahrt die Bibliothek des jüdisch-theologischen Seminars auf. Es ist das Diplom, durch welches dem R. Salomon Tiktin, dem Sohne des damaligen Glogauer (später Breslauer) Oberrabbiners, der später selber, als der Nachfolger seines Vaters, Oberrabbiner in Breslau gewesen ist, bei seiner Verheirathung mit Rechel geb. Landau aus Czenstochau vom Ober-Vorsteher-Kollegium der Juden-Gemeinde mit Genehmigung der Kgl. Kriegs- und Domänen-Kammer das Wohnrecht in Glogau mit allen Gerechtsamen eines Stamm-Numeranten übertragen wird. Das Aktenstück ist zu Ehren des jungen Ehepaares ausnahmsweise auch noch von dem gesammten Obervorsteher-Kollegium, darunter auch von dem S. 152, Anm. 1 erwähnten R. L. Munk, unterzeichnet. — 2) Er hatte außerdem noch vier Kinder: einen früh verstorbenen Sohn und eine sehr jung verstorbene Tochter, ferner: Caroline, verehel. Meyer (st. Ans. Oktober 1863 in Glogau), die Mutter des Sanitätsraths Samuel Meyer (st. inBreslau am22. Dez. 1895), und Charlotte, verehel. Danziger, die zuerst in Grünberg und später in Berlin gelebt und sämmtliche Geschwister überlebt hat. — 3) Vgl. den Auszug aus einem Atteste des Glogauer Schloß-Hauptmanns vom Jahre 1770, mitgetheilt von Bern dt, a. a. O. S. 84 f. —

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