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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 151

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
Aus Salomon Munk's nachgelassenen Briefen
Date
1899-01-01
Page
Seite 151 (sequence 4)
Language
German
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151 Salomon Munk, Joseph Zedner, Eduard Munk, Michael Sachs, David Cassel und Meier Wiener. Bei ihnen allen, wie verschieden auch die Gebiete waren, die sie sich zu ihrem Arbeitsfeld erkoren hatten, machte sich als das Richtmaß ihrer gesammten öffentlichen Thätigkeit ein edles, lauteres, unbestechliches Streben nach Erforschung der Wahrheit bemerkbar. Mit treuer Liebe zu den ererbten Heiligthümern verbanden sie allesammt eine gediegene klassische Bildung auf humanistischer Grundlage, die sie befähigte, nach Form und Inhalt vollendete literarische Erzeugnisse von bleibendem Werthe hervorzubringen, und dazu meist auch einen großen, noch an den alten Bildungsstätten gesammelten Schatz hebräischer und talmudischer Kenntnisse. Den meisten war es gegönnt, sich innerhalb des deuffchen Vaterlandes einen öffentlichen Wirkungskreis^) zu schaffen. Nur Sal. Munk und Joseph Zedner^) mußten im Ausland Raum zur Entfaltung ihrer Kräfte suchen. Zedner ging nach London und schenkte uns von dort aus seinen durch musterhafte Zuverlässigkeit ausgezeichneten Katalog der hebräischen Bücher des britischen Museums. Salomon Munk^) fand in *) Joseph Lehmann igeb. 28. Febr. 1801, gest. 19. Febr 1873), der Freund Heinrich Heines und Berthold Auerbach's, war Begründer und Herausgeber des „Magazins für die Litteratur des Auslandes", das er länger als vier Jahrzehnte geleitet hat. Eduard Munk, (geb. 1803, st. 3. Mai 1871) wurde Lehrer an der Kgl. Wilhelmsschule in Breslau, Michael Sachs (geb. am 3. Sept. 1808, st. 31. Januar 1864) wurde Prediger und Rabbinats-Assessor in'Berlin, David Cassel (geb. 1L Jan. 1818, st. 23. Jan. 1893) Docent an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin und Meier Wiener (geb. 1819, st. 31. März 1880) Lehrer an der Lehrer-Bildungs-Anstalt in Hannover. — 2) Geb. 10. Febr. 1804, st. 10. Okt. 1871. — 3) Als Quellen für seinen Lebensgang dienten mir außer den in der Allg. dtschn Biographie (XXIII, S. 18) von Siegfried aufgezählten und den weiter im Text angeführten, die Skizze in K. K l e i n s Jahrbuch des Nützlichen und Unterhaltenden für Israel. Jahrg. 1844, S. 47 ff, Steinschneiders Angaben im Katalog der Vodleiana, Nr. 6950, die Mittheilungen in der Allg. Ztg. d. Judenthums, Jahrg. 1867, Feuilleton-Beilage Nr: 9, S. 183 und diejenigen Joseph Lehmanns im Magazin für die Litt, des Ausl., Bd. 71, S. 97 f., sowie einige Ergänzungen zu denselben, die ich einem Enkel Munk's, Herrn I. H e i l - bronner in Paris, verdanke. Eine von Munk selbst für No w ak 's Schlesisches Schriftsteller-Lexikon verfaßte, aber im Druck nicht erschienene autobiographische Skizze, die ich im Besitze seines Neffen, des Sanitätsraths Samuel Meyer selber gesehen habe, scheint nach dem Tode des

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