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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 146

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
R. Naftali Cohen im Kampfe gegen Chajjun
Date
1899-01-01
Page
Seite 146 (sequence 24)
Language
German
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— 146 — gesinnten begleitet, die Stätte seiner allezeit so ruhmbedeckten Wirksamkeit verließ. R. Nastali sollte aber noch Gelegenheit werden, die Be- Ziehungen zu dem so innig verehrten Manne, die für den Augenblick abgerissen schienen, zu befestigen und in Bande der Blutsverwandtschaft umzuwandeln. Die beiden Kämpen waren einander nicht umsonst so nahe gerückt; ihr Schicksal sollte sich nicht erfüllen, ohne daß sie ihre Familien dauernd verknüpft und ein sichtbares und währendes Zeichen ihres inneren Bundes aufgerichtet hatten. Kaum ein Jahr hatte die Unterbrechung des Briefwechsels zwischen R. Nastali und R. Zebi gedauert, als sie in Breslau zusammengeführt wurden. Ueber London, Emden, Hannover, Halberstadt und Berlin war R. Zebi Aschkenasi auf der Wanderung nach Polen mit seiner Familie in Breslau eingetroffenst. R. Nastali mochte es nicht mehr erwartet haben, in diesem Leben des Mannes ansichtig zu werden, mit dem chn, nachdem er ihn längst lieben und verehren gelernt hatte, auch noch Bundes- und Kampfesgenofsenschast zuletzt verknüpfte. Jetzt stellte chm das Schicksal chn auch noch als Leidensgefährten gegenüber, nach einem Leben voll Arbeit und Ehre heimathlos, schiffbrüchig, ein Zugvogel wie er selbst. Ausgewurzelt von der Stelle, in die er so tief und für immer hineingewachsen war, wie vom Sturme aufgehoben und aus der Umgebung gerissen, deren stolzer Mittelpunkt er gewesen, mußte R. Zebi den Greis, der ihn sehnsüchtig in die Arme schloß, an sein eigenes Geschick und an den Unstern erinnern, der über seinem Leben gestanden hatte. In der Familie des flüchtigen, aber innerlich so felsenfesten Mannes war ein Jüngling mit nach Breslau gekommen, der Sohn und Augapfel R. Zebi Aschkenasi's, an dem von der ersten Begegnung ab der Blick und die Liebe R. Nastali Cohen's haften blieb. Die reichsten Familien hatten verlangend nach dem Sohne R. Zebi's ausgeblickt, um des Glückes einer Verbindung mit seinem Hause theilhaftig zu werden. R. Nastali Cohen selber hatte den Auftrag, für einen der angesehensten und begütertsten Männer von Wilna st Vgl. Emdens מגלת ספן p8—37 ־.

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