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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 141

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
R. Naftali Cohen im Kampfe gegen Chajjun
Date
1899-01-01
Page
Seite 141 (sequence 19)
Language
German
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— 141 — sarnmt seiner schwer ins Gewicht fallenden Gemeinde zum Anschluß an die Aechtung des Verführers zu bewegen. Sobald die Nachricht von der auch in Glogau vollzogenen Ver- Hängung des Bannes über Chajjun eintreffen würde, wolle er sie unverzüglich R. Zebi zur Kenntniß bringen. Es muß aber sogleich ein Umstand eingetreten sein, der R. Nastali's Bedenklichkeiten in Betreff der Unansehnlichkeit seiner jetzigen Heimathsgemeinde besiegte. Hinter Glogau und Liffa durfte auch Breslau nicht Zurückbleiben. Vielleicht schien es ihm einer Mißdeutung ausgesetzt, wenn sein Eifer nicht auch durch offene Bethätigung sich aussprach. So ward aus dem Zögerer ein Stürmer, der nicht eine Woche länger säumen zu dürfen meinte, sondern am nächsten Sonnabend bereits zur That überging. Am 20. October 1713, d. i. am Sonnabend darauf, sollte denn also auch die Gemeinde Breslau ihre feierliche Lossagung von Chajjun und seinem Anhänge durch den öffentlich verkündeten Bann an den Tag legen. In die Synagoge des ihm so anhänglichen Münzlieseranten Lazarus Zacharias oder Pösing^) lud R. Naftali die Versammlung, die im Einvernehmen mit ihm den schweren Bann über den Sabbatianer verhängen sollte. Fünfzehn Männer von Namen und Ansehen war es ihm selbst in dem von ihm ursprünglich als zu klein verworfenen Breslau zusammenzubringen gelungen, die unbedenklich diesem wichtigen Akte beigezogen werden konnten. Aber auch außer den Geladenen war eine zahlreiche Versammlung herbeigeströmt, um des zu dieser Zeit noch mit dem ganzen Düster eines furchtbaren Ereignisses umgebenen Momentes Zeuge zu werden, in dem R. Naftali nach einer dem Wochenabschnitte Noah entnommenen Predigt den Bann gegen Chajjun und Jeden, der sich der Anhängerschaft an ihn schuldig machen würde, zu schleudern unternahm. Am 1. November 1713 sehen wir ihn in einem weiteren Briese״) diese Thatsache von Neuem nach Amsterdam berichten, da R. Zebi ungeduldig geworden war mxb über das Ausbleiben der Antwort aus seine zwei letzten Briese Klage führte. J) Vrann a. a. O. 233 n. 1. 2) S. Nr. VII.

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