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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 37

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1899-01-01
Page
Seite 37 (sequence 17)
Language
German
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37 zwei tüchtige Kräfte auf diesem Gebiete, E. Kalischer und M. Lew in, würdig vertreten. Wenn wir nun zur Litteratur der Schulbücher übergehen, so haben wir zunächst die von Pädagogen anerkannte Geschichte der Juden von Theodor Kroner, der als ein werthvoller Anhang die Geschichte der Juden in Württemberg beigegeben ist, hervorzuheben. Ferner die hebräische Konversationsgrammatik von I. Rosenberg und als Wegweiser für den jüdischen Religionsunterricht das erste Heft der gleichnamigen Schrift von M. Spanier und E. Flanter, sowie die gediegene Arbeit von Ludwig Tachau: „Die prophetischen Bücher der heiligen Schrift nach ihrem Gedankeninhalt gewürdigt." Für den ersten Unterricht der Kleinen hat I. Herzberg einen brauchbaren Leitfaden geliefert und für den Unterricht der Fortgeschrittenen in biblischer und nachbiblischer Geschichte hat S. Müller einen werthvollen Ueberblick ausgearbeitet. Endlich wäre noch das Gebiet der Geographie und Ethnographie kurz zu berühren, aus dem aber nur Schriften über Palästina, das immer mehr m den Vordergrund der Betrachtung rückt, zu erwähnen sind, wie das interessante Buch von W. Bambusi „Palästina, Land und Leute", die französischen Schriften von L. Gautier und B. Guerin über Judäa, die vierte Ausgabe von Baedekers „Palästina und Syrien", S. A. Hirsch's Reisebericht über Palästina, die ausgezeichnete Karte von Conrad Schick über die Umgebung von Jerusalem und endlich die Referate von S. Bliß über die Ausgrabungen in der heiligen Stadt. Das geistige Leben, das in den letzten Jahren zum großen Theil durch die Arbeit der Litteraturvereine immer weitere Kreise für die Wissenschaft und die Lehre des Judenthums erobert, findet natürlich demgemäß seinen entsprechenden Ausdruck in Gesellschaften, Vereinen, Jahrbüchern und Sammelwerken. Während in Amerika die „Jewish Publication Association", die in diesem Jahr ihr Jubiläum gefeiert hat, das Interesse an der jüdischen Litteratur zu beleben versteht, suchen in Ungarn die „Israelitisch-Ungarische Litteraturgesellschaft", deren Jahrbuch mit sehr werthvollen Beiträgen W. Bacher und I. Banoczi herausgeben, und in Polen sogar

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