Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 2 (1899)
- Article
- Litterarische Jahresrevue
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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32 Druckereien zu Karlsruhe in Baden vervollständigt dieses Gebiet in erwünschter Weise. Sonst ist das meiste, was in diesem Jahre geschaffen wurde, rein biographischer oder sachwissenschaftlicher Art. E. Baneth behandelt mit großer Gelehrsamkeit die Neumondsberechnung bei Maimuni. M. Rapaport-Hartstein hat Moses ben Nachman, den hervorragendsten Repräsentanten der spanischen Epigonen- Periode, zum Gegenstand der Behandlung genommen, während S. A. Horodetzky in seinem Sammelwerk Hagoren die Biographien einiger rabbinischer Autoritäten, welche den talmudischen Studien in Polen eine freie Bahn ebneten, veröffentlicht hat. Es sind dies Moses Jsserles (Remah) und Meir Lublin. Einen Epigonen auch selbst noch dieser Periode hat I. Nacht in seiner übrigens ziemlich mangelhaften Studie über Chajim ibn Attar vorgeführt. Dagegen haben wir mehrere werthvolle Biographien aus der neuern Geschichte erhalten. S. M. Rabinowicz hat eine hebräische Biographie von Zacharias Frankel begonnen, während M. Hirsch die Lebensgeschichte des eifrigsten Gegners des Breslauer Seminars, nämlich die seines Vaters, Samson Raphael Hirsch, nach einer bestimmten Richtung hin vervollständigt hot. Auch eine Biographie des Würzburger Rabbiners S. B. Bamberg er ist in diesem Jahre erschienen. Die bedeutendste Erscheinung auf diesem Gebiete bleibt aber wohl die eingehende und liebevolle Würdigung, die M. Kayserling, der verdienstvolle Mendelssohn-Biograph, dem unvergeßlichen Ludwig Philippson gewidmet hat. Eine interessante Schilderung entwirft I. Günzig von dem jüdisch-russischen Schriftsteller und Bildhauer M. M. Mane. Das Leben und die Thätigkeit eines jüdischen Diplomaten führt uns der leider in diesem Jahre verstorbene Marco Diena irr seinem Essay über Salomon Aschkenasi, den Gesandten der Pforte bei der Republik Venedig, vor, während Simon Wolf die Abenteuer eines amerikanischen Staatsmannes, wenn das Wort hier gestattet ist, des Majors Mordechai Noah eingehend geschildert hat. Nicht vergessen soll auch bei dieser Gelegenheit die spannende Selbstbiographie von Aron Jsak werden, die in Stockholm, aber in deutscher Sprache erschienen ist. Eine besondere Periode, nämlich die neuhebräische Auf-