Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- [1] (1898)
- Article
- Alexanders Zug nach dem Lebensquell
- Date
- 1898-01-01
- Page
- 128 (sequence 20)
- Language
- German
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128 Der Mann der gleichet diesem Steine, Der, gelegt in der Schalen eine. Sich selber niederdrückte Und empor das Gold all' zückte. Ihr wäret wenig klug gewiß. Daß ihr selbst das Paradies Zu erfechten trugt Begehr. Doch wollte Gott euch, unser Herr, Lassen hier besunder Schauen seine Wunder. Doch mögt ihr nicht davor euch wahren, Ihr müsset doch von hinnen fahren. Und müsset einst verderben Und mit Bedachte sterben. So müßt ihr wieder werden Gemenget mit der Erden. Ihr müßt verlassen diesen Raum, Darin gleicht ihr dem Federflaum', Der nieder mit der Erde ging. Wo er in der Wage hing. Und zückte in die Höh' den Stein. Nun wird eurer keiner sein. Der nicht gehöret habe rechte Des Steines Weise und Geschlechts. Wie er schwer ist und wie leicht. Beides offenbar gezeigt". Alexander beherzigte die weisen Lehren des Juden, ging in sich und leitete sein großes Reich noch zwölf Jahre. Dann ward ihm Gift gegeben und er starb. — In dieser Auffassung ist die Legende in Ulrich Boner's Edelstein übergeaanaen, wo sie die 87. Fabel mit der Aufschrift: „Der Kaiser und der Edelstein" bildet. Im englischen Alexanderliede (Kyng Alisaunder, gedruckt in Metrical Eomances etc. by Henry "Weber I,