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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 30

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
[1] (1898)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1898-01-01
Page
30 (sequence 18)
Language
German
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30 Die Literatur der Schulbücher hat natürlich zunächst die Versuche zu nennen, welche sich damit beschäftigen, die biblische und jüdische Geschichte dem Verständniß und Interesse unserer Jugend näher zu bringen. In erster Reihe st^ht das umgearbeitete Lehrbuch der biblischen Geschichte und Literatur von M. Levin, das von den Pädagogen aller Richtungen anerkannt worden. Für die Kleinen hat M. Plaut die biblische Geschichte in knapper, leicht verständlicher Weise erzählt. In methodischer Weise hat S. Müller die biblische und nachbiblische Geschichte in seinem Werke: Ein Buch für unsere Kinder bearbeitet. Auf dem arg vernachlässigten Gebiete der Jugenderzählungen hat E. Flanter mit seiner israelititischen Jugendbibliothek einen dankenswerthen Anfang zur Besserung gemacht. Für höhere Schulen dürfte die Ausgabe der Sprüche der Väter von S. Bamberger gutes Material bieten, ebenso dürfte die Uebersetzung des Schulchan Aruch, die Philipp Lederer für den höheren Schulgebrauch angefangen, hier anzuschließen sein. Für den Unterricht in der Geschichte und Literatur empfehlen sich die sehr korrekten Tabellen von M. Stern; endlich sind noch die Grammatik des biblischen Aramäisch von H. Strack, eine italienische Grammatik von I. Levi und eine spanische von G. Remiro zu nennen. Vielleicht darf ich auch hier den trefflichen Maffceach. von Simon und Cohen erwähnen, der die Umrechnung jüdischer auf allgemeine Daten erleichtert. Das großangelegte hebräische Wörterbuch von I. Steinberg: Mischpat ha-urim ist mir nicht zu Gesichte gekommen. Endlich wäre noch das Gebiet der Geographie und Ethnographie kurz zu berühren, auf dem die Geographie Palästinas von Buhl, das Prachtwerk C. Sch ick's über die Stiftshütte und dessen Karte von Jerusalem, die feuilletonistischen Reiseschilderungen von Pierre Loti, das treffliche Buch von L. Forest über die Juden in Algier zu erwähnen sind. Das geistige Leben innerhalb des Judenthums, das in den letzten Jahren unzweifelhaft einen größeren Aufschwung genommen, sei es in Folge der Angriffe von Außen, sei es in Folge innerer Sammlung, hat auch in diesem Jahre nach verschiedenen Richtungen hin seine Bethütigung gefunden. Die Jewish Publication Association in Amerika macht immer

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