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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 21

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
[1] (1898)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1898-01-01
Page
21 (sequence 9)
Language
German
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21 dienstes der Synagoge; die Fragmente Werfen Helles Licht auf die Geschichte des jüdischen Gebetbuches. Auch eine große Anzahl von Hymnen hat man dort gefunden; ferner Fragmente der beiden Talmude und Midraschim, sowie eine große Zahl handschriftlicher Urkunden, die beinahe 700 Jahre umfassen und einen liefen Einblick in das jüdische Leben des Orients gestatten. Alle diese Schätze sind jetzt in der Bibliothek zu Cambridge aufgehäuft, wo sie einer gründlichen Untersuchung unterzogen worden, deren Resultate zweifellos neues Licht auf einzelne Perioden der jüdischen Geschichte werfen werden. Auch die Bodlajana ist im Besitz wichtiger aegyptischer Fragmente, die wahrscheinlich aus einer anderen oder auch aus derselben Genizah stammen. A. Neubauer hat auch in diesem Jahre einige wichtige Dokumente dieser Sammlung veröffentlicht, ebenso hat Elkan Adler aegyplische Funde aus seinem Besitz mitgetheilt. Der jüdische Hellenismus, der in Alexandrien ja seinen Mittelpunkt hatte, wird durch alle diese Funde und Inschriften noch in seiner vollen Bedeutung aufgeklärt werden. Inzwischen bemüht sich die Wissenschaft, die vorhandenen Werke in immer neuen Ausgaben zu ediren und zu erklären. Die neue und vorzügliche Ausgabe von Philo's Werken von L. Cohn und P. Wendland ist nunmehr zum Abschluß gelangt und ebenso liegt die Josephus-Ausgabe von B. Niese, ein rechtes Werk deutschen Gelehrtenfleißes, nunmehr vollendet vor. lieber die Quellen des Josephus hat A. Bü chler werthvolle Aufschlüsse gegeben. * * Wir treten nunmehr in die fallen der talmudischen Literatur ein. Von der deutschen Uebersetzung der Mischnah, welche E. Baneth begonnen und M. Petuchowski und David Hossmann fortführen, sind innerhalb des Berichts-' jahres wieder einzelne Hefte erschienen, die mit derselben Sorgfalt edirt sind, wie die vorhergegangenen. Ich darf hier vielleicht auch des letzteren Autors neue Kollektaneen aus einer Mechilta zum Deuteronomium anfügen, ein werthvoller Nachtrag zu der gediegenen Einleitung Hoffmanns in die halachischen Midraschim. Auch von der Talmudübersetzung,

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