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Der Jude · 1925-01-01 · 3 (1926) Sonderheft Judentum und Deutschtum · p. 23

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Journal
Der Jude
Volume
9 (1925-1927)
Issue
3 (1926) Sonderheft Judentum und Deutschtum
Article
Die Judenfrage
Date
1925-01-01
Page
23 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Die Judenfrage mögliche, logisch notwendige, noch die richtige und zweckmäßige, sondern die allerverkehrte st e und unzweckmäßigste Konsequenz dieser Tatsache ist. Ist man trotzdem Antisemit, so ist das nicht mehr Logik und Vernunft, sondern Geschmacksentscheidung. Dabei stütze ich mich auch hier, wie bei der Erklärung des Antisemitismus auf die besonderen Eigenschaften der jüdischen Rasse. Mir ist natürlich völlig klar, daß der Jude außer seinem Machtanspruch auch ganz außergewöhnliche und also, wenn man will, „gefährliche" Anlagen zur Verwirklichung seines Machtanspruches mitbringt. Ich stehe nicht an, zu erklären, daß mir keine Rasse der heutigen Welt und der Geschichte bekannt ist, die in ähnlicher Weise Schnelligkeit und Exaktheit der Auffassung, Spürsinn für Tatsachen, Zusammenhänge und Unterschiede, kühlste Objektivität und glühendste Leidenschaft des Denkens mit größter aufopferndster Konsequenz und Zielsicherheit des Willens vereint wie die jüdische. Im Vergleich mit ihr ist die Intelligenz und der Wille aller anderen Rassen geradezu nur Bruchstück, bald fehlt diese, Seite, bald jene Seite der Intelligenz oder des Willens, bald wird das Gesamtniveau der jüdischen Begabung nicht annähernd erreicht. Insbesondere ist die jüdische Begabung trotz ihrer Vielseitigkeit so frei von Hemmungen, daß sie einer nahezu ideal, ohne Reibungswiderstände arbeitenden Maschine gleicht, während gerade in der deutschen Begabung, der damit nichts von ihrer erstaunlichen Hochwertigkeit genommen sei, die Reibungswiderstände ganz ungewöhnlich groß sind. Der Unterschied mag in dem besonderen Reichtum des Deutschen an solchen geistigen Werten liegen, die weder der reinen Intelligenz noch dem Willen zugehören. Daß der Jude trotzdem keineswegs arm an Gefühlswerten, ja reicher daran als sehr viele andere Rassen ist, zeigt jeder Blick in das jüdische Familienleben, wie in die typisch jüdische (nicht die sogenannte jüdische) Literatur. Wer z. B. dem verstorbenen, leider viel zu wenig bekannten österreichischen Dichter und Juden J. J. David das Gefühl und Gemüt absprechen wollte, dem ist einfach nicht zu helfen. So könnten dank ihrer Begabung die Juden an sich schon gefährlich sein. Aber sie sind es nicht: weil man nie und nirgends beobachtet hat, daß sie ihre überlegene Begabung mit ihrem Machtanspruch gegen die Gesamtinteressen der Nation anwandten, in der sie leben. Im Gegenteil haben sie fast stets außerordentlich zur Förderung ihrer Gastnation beigetragen. Anders gesprochen: sie sind durchaus kein Staats- und nationzerstörendes Element und die reine, nüchterne Klugheit empfiehlt, ihre außerordentlichen Gaben in den Dienst der Nation einzureihen. Für Deutschland würde eine solche Politik eine wesentliche Förderung sowohl 23

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