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Der Jude · 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
9 (1925-1927)
Issue
2 (1926) Sonderheft Erziehung
Article
Das Kinderdorf im Emek Jesreel
Date
1925-01-01
Page
47 (sequence 12)
Language
German
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Das Kinderdorf im Emek Jesreel 2. Redaktion: Die Exekutive bestätigte die Mitglieder der provisorischen Redaktion. Im Laufe der Berichtsperiode wurden bereits sechs Nummern der Zeitimg mit großem Erfolg herausgegeben. 3. Aufstehen am Morgen: Die Exekutive regelte diese Angelegenheit, die heute vollkommen in Ordnung ist, 4. Friedensgericht: Dies ist eine der Institutionen, die bei vielen erst volles Verständnis dafür hervorriefen, was eigentlich eine Verfassung sei. Diese wurde zwar einstimmig angenommen, aber man muß betonen, daß das ohne tieferes Verständnis geschah. Erst durch die Abhaltung einer öffentlichen Gerichtssitzung wurde der Sinn der Verfassung vollkommen begriffen. 5. Klubangelegenheit: Es gab einen Beschluß, einen Klub zu organisieren, aber es fehlte an Räumlichkeiten. Jetzt ist die Raumfrage gelöst, und die neue Exekutive muß sich mit dieser Angelegenheit beschäftigen. Aus der Diskussion: B.: Am Anfang ihres Bestehens teilte die Exekutive allen Gefährten mit, daß jeder, der irgend welche Vorschläge zu machen habe, dies in bestimmten Stunden in der Exekutive tun könne. Warum ist dies aufgehoben worden? Antwortdes Sekretärs: Wir haben statt dessen einen Briefkasten aufgehängt und jeder kann sich schriftlich an die Exekutive wenden. Vorsitzender: Wollen nicht vielleicht noch andere Bemerkungen machen oder Kritik an der Exekutive üben? Wenn keine anderen Fragen gestellt werden, wird die Sitzung geschlossen. Die Gefährten müssen wissen, daß die Exekutive verantwortlich ist für alle bestehenden Institutionen; man kann die Redaktion kritisieren, das Friedensgericht usw. Nur heute und nicht ein anderes Mal kann Kritik geübt werden. B. Gh.: Meiner Ansicht nach hat die Exekutive sehr gut gearbeitet. Sie hat den Beginn zu einem neuen Leben gegeben und das zu einer Zeit, wo wir alle die Verfassung noch nicht gut kannten. Immerhin muß bemerkt werden, daß viele von unseren Gefährten, vielleicht deshalb, weil ihnen die ganze Sache zu neu war, häufig die Verfassung übertreten haben. Bestimmte Sachen sind dem Gericht übergeben worden und viele Sachen waren so schlimm, daß man sie nicht einmal dem Gericht übergeben konnte. Meines Erachtens sollte die neue Exekutive besonders auf diese Dinge achten. S c h.: Meines Erachtens hat die Exekutive sich fleißig betätigt. Immerhin gibt es viele Sachen, die sie hätte bessern können, ohne es nicht getan zu haben. Das ganze Benehmen im Dorf hätte gebessert werden müssen und das ist nicht geschehen. Es wurden Versammlungen einberufen, und wenn man nach der Versammlung wieder zum täglichen Leben zurückkehrte, dann führte die Exekutive selbst ihre Beschlüsse und Anordnungen nicht aus. Und noch etwas: ich habe gesehen, daß man vielfach Menschen nur gewählt hat, weil sie beliebt waren, und nicht, weil sie dem Dorf Nutzen bringen konnten; das ist eine sehr leichtfertige Art. Die neuen Wahlen müssen ernsthafter sein und die neue Exekutive muß wissen, daß sie alles selbst erfüllen muß und es nur dann von den anderen verlangen kann. Wozu sind sonst alle diese Zeremonien gut? Der Vorsitzende: Glaubst du, daß die Exekutive selbst sich nicht nach ihren Beschlüssen gerichtet hat? S c h.: Ja, das glaube ich. 47

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