Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 8 (1924)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die kommunistische Bewegung in Erez Israel und der proletarische Zionismus
- Date
- 1924-01-01
- Page
- 452 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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452 Walter Preuss: Auch der Rest des Berichtes, eines einzelnen aus einer Fülle von Artikeln in allen Sprachen, gerichtet gegen jedes und alles, was die Histadruth auch tun mag, ist voll von Lügen, z. B.: „die nationalistischen Instinkte wurden gegen die , Verräter', Provokateure mobilisiert, der Ausschluß aus der Organisation jedem angedroht, der es wagen würde, für die ^rbeiterfraktion* zu stimmen" (davon ist kein Wort wahr). „Trotzdem erhielt die Arbeiterfraktion über 300 Stimmen, ein Sechstel aller abgegebenen" (die A. F. erhielt 240 Stimmen, von 2500, also weniger als Via)- „Nicht nur wurden alle Vorschläge, Anregungen, Bemerkungen seitens der Delegierten der A. F. niedergestimmt und niedergeschrieen, ehe sie recht formuliert waren, auch die Möglichkeit der freien Diskussion wurde auf ein Minimum reduziert: während der 7 Sitzungstage hatte die A. F. im ganzen 60 Minuten Redezeit", (die Vertreter der A. F. sprachen nicht nur zu jeder Frage; ihr Vertreter las über 1 y2 Stunden eine programmatische Erklärung, in der u. a. der Ausschluß sämtlicher kooperativer Betriebe, auch der landwirtschaftlichen, als „kleinbürgerlich" aus der Histadruth gefordert wurde!). Wir haben diese Beispiele für die beispiellos verleumderische Art des Kampfes mit allen Mitteln, den diese Clique gegen die jüdische Arbeiterschaft vor einem ahnungslosen Publikum im Auslande führt, nur als Belege gebracht, um verständlich zu machen, zu welchen Entschlüssen die Histadruth gegenüber der ,Arbeiter-Fraktion* gekommen ist (das ist der offizielle palästinensische Name der P. K. P., der gewissermaßen rein gewerkschaftliche Name, dessen man sich bedient, um „nach außen hin" klarzumachen, daß die Gruppe „nur" rein gewerkschaftliche Zwecke verfolge. Den Ausschlag gab der Wahlaufruf zu eben dieser Bauarbeiterkonferenz, in dem es wörtlich heißt, daß „die Chausseearbeiten" (gemeint sind die 4 großen Chausseen, die von Seiten der Regierung im Jahre 1920 der Arbeiterschaft zur Ausführung übertragen wurden) „ein Geschenk der britischen Regierung an die Führer der Histadruth seien für deren Dienste an die Regierung während des Krieges" (gemeint ist offenbar die jüdische Legionsbewegung). Diese unerhörte, alle Grenzen übersteigende Provokation brachte endlich die Histadruth dazu, sich darüber klar zu werden, daß für diese Elemente kein Platz in der Histadruth und es nicht angängig sei, diese ununterbrochene Verleumdungsmethode fernerhin mit dem Schilde der Histadruth zu decken. Hier handelt es sich nicht um eine Spaltung im europäischen Sinne innerhalb der Arbeiterschaft; hier handelt es sich um ein Dutzend Außenstehender, die mit der jüdischen Arbeiterschaft in Wirklichkeit keinen Zusammenhang haben. Der Beschluß der Histadruth lautet: „Die dritte Moazah der jüdischen Arbeiter in Palästina stellt fest, daß die Gruppe von Menschen, die sich den Namen ,Arbeiter-Fraktion der Histadruth* beigelegt hat, in ihrer ganzen Taktik und ihren Handlungen