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Der Jude · 1924-01-01 · Heft 8 · p. 451

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
8 (1924)
Issue
Heft 8
Article
Die kommunistische Bewegung in Erez Israel und der proletarische Zionismus
Date
1924-01-01
Page
451 (sequence 7)
Language
German
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Die kommunistische Bewegung in Erez Israel usw. 4SI gelernt haben, zahlreiche Familie besitzen, zu körperlicher Arbeit schwer heranzuziehen sind und so ein äußerst schmerzhaftes Problem der Arbeit im Lande bilden. Solche Elemente kann man unter Vorspiegelung leichterer Erlangung von Unterstützung usw. zu Einzelaktionen unschwer heranziehen. Der ganze Anhang beträgt heute 200—350 Menschen. Aber mit Hilfe eines Haufens organisierter Menschen kann man jede Versammlung stören, jede Sitzung unmöglich machen; man kann die Presse mit Verleumdungen überschütten; man kann viele stundenlange Obstruktionsreden halten usw# Beispiele für diese Tätigkeit aus der letzten Zeit und aus der gesamten kommunistischen Presse lassen sich häufen; wir erwähnen einen Aufsatz in der amerikanischen „Freiheit" (jiddisch) gegen die Aktion der amerikanischen Gewerkschaften und gegen die Alijah, worin mit sämtlichen Mitteln der Verleumdung gearbeitet wird; wir erwähnen, weil dem Leser in Deutschland besonders erreichbar, die Korrespondenzen der Partei — R. G. B. (Rotes Gewerkschafts-Bulletin)1), in dem (wörtlich) u. a. folgendes steht: (es handelt sich um die Landeskonferenz der „Histadruth habinjan", der Bauarbeiter): „Um dem Misrad die Konkurrenz zu ermöglichen, wurden die Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter S7stematisch verschlechtert und überdies die Schaffung von Klassengewerkschaften.....mit allen Mitteln verhindert. Im übrigen war die Organisation ausgesprochen nationalistisch und schloß die Möglichkeit der Zusammenfassung großer (!) arabischer Arbeitermassen völlig aus. So kam es, daß nach dreijährigem Bestehen der Bauarbeiter- Genossenschaft die Arbeitslöhne der Bauarbeiter bis auf die Hälfte heruntergedrückt sind und die tatsächlichen Arbeitsstunden offiziell von 8 auf 9 erhöht wurden." (Beide Notizen sind gelogeny da, wie dem Schreiber des Berichtes an R. G. B. wohl bekannt ist, gerade der Misrad trotz Sinkens der Lebensmittelpreise auch heute als Grundlohn 25—30 Piaster bezahlt und die Preise gerade auf dem Privatmarkt gesunken sind; die „offizielle" Erhöhung der Arbeitsstunden ist selbstverständlich gleichfalls unwahr, zumal so gut wie gar nicht Tagelohn und in Akkord ziemlich ausschließlich 8 Stunden gearbeitet wird.) Ferner: „Der Misrad als solcher ist aber andererseits, trotz maximaler Verknechtung der Arbeiterschaft, außerstande, der Konkurrenz des Privatkapitals standzuhalten; von Jahr zu Jahr häufen sich, als Folge der allgemeinen Bedingungen des Marktes, infolge bürokratischer Korruption usw. die Defizite . . ." Wobei man vergißt, anzuführen, wer denn das siegreiche Privatkapital ist und welches die „allgemeinen Bedingungen4' sind, die infolge Anlernung Hunderter von Arbeitern und Ausbildung von Reservearbeitern zu Defiziten in den ersten beiden Jahren geführt haben. *) Neuerdings erscheinen in jeder Nummer dieses Bulletins Artikel über das „faschistische Palästina" und die „gelben" Arbeiterparteien, gez. „Abusian", hinter welchem offenbar arabisch sein sollenden Namen, sich ein Sendling der Jewsektia verbirgt, der im ganzen 3 Monate in Erez Israel geweilt hat. Derartige Pseudonyme sagen dem Kundigen genug. 29*

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