Mannheim
Compact Memory

Der Jude · 1921-01-01 · Heft 12 · p. 772

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
6 (1921-1922)
Issue
Heft 12
Article
Zur Geschichte der Juden im Orient
Date
1921-01-01
Page
772 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3101111-3101175-3101188-3107555--5703-3107629
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Umschau: Bibliographisches . J, Halevy, Examen critique des sources relatives ä la persecution des chretiens de Nedjran par le roi juif des Himyarites, REJ 18, 16 ff., 161 ff., das* 21, 73; 23, 3<H> VgL Revue Semitique 8 (1900) 88—9 t Das. 7 (1899) 381 f. Besprechung des Werkes Fr. M. Estev'es Pereira, Historia dos Martyres de Nagran, aethiop«, Lissabon I899, M. Hartmann, Der islamische Orient, Leipzig 1909 (S. 478 Mohammed und die Juden; S. 506 Jemen). — Vgl. Allgem. Zelt d.Judent. 58,66-—68; 79—80; 89—92; 103—104« H. Hirschfeld, Essai sur l'histoire des Juifs des Medine, REJ 7, 167; 10, 10 ff. S. Krauß, Talmudische Nachrichten über Arabien, ZDMG. 70^(1916) S. 321—353. R. Leszynsky, Die Juden in Arabien zur Zeit Mohammeds, Berlin 1910. W. Muir, The Life of Mahomet London 1858—61, 4 Bde.; 3. Ausg. in 1 Bde. 1894. A. Müller, Der Islam, Bd. 1, Berlin 1885. D. H, Müller, Südarabische Studien, Wien 1877. —- Burgen und Schlösser Südarabiens, Wien 1879. — Epigraphische Denkmäler aus Arabien,, Wien 1889. ,— Südarab. Altertümer, Wien 1899. Th. Nöldeke, Das Leben Mohammeds, Hannover 1863. Nöldeke, Beiträge zur Kenntnis der Poesie der alten Araber (Gedichte der Juden S. 52—86), Hannover 1864. Schröter, Trostschreiben Jacobs von Sarug an die himjaritischen Christen, ZDMG 31, 402 ff. J. Sperber, Die Schreiben Mohammeds an die Stämme Arabiens, Berlin 1916. SA. aus den Mitteilungen des Seminars für Oriental. Sprachen zu Berlin, Jahrgang XIX. A, Sprenger, Das Leben und die Lehre des Mohammed, Berlin 1861 5, 3 Bde. Wellhausen, Juden u. Christen in Arabien, In Skizzen und Vorarbeiten III, 197 ff., vgl. jedoch das Urteil Nöldekes ZDMG 41, 720. Arent Jan Wensinck, Mohammed en de Joden te Medina, Leiden 1908, 2, P a 1 ä s t i n a. Der Einbruch der Araber in das bis dahin von By?.anz beherrschte Palästina ließ die daselbst unter schwerem Drucke lebenden Juden wieder aufleben, die sich willig den Bekennern des Islam anschlössen. Zum Teil wurde von diesen Vorgängen auch die messianische Zeit erhofft. Von diesen Gesichtspunkten aus will eine kleine hebräische Apokalypse „Geheimnisse des R. Simeon b. Jochai0 verstanden werden, in welcher die ersten Kalifen (von Mohammed bis Suleiman) kurz geschildert werden und auch der Bau der Omar-Moschee erwähnt wird, Für die übrigen Vorgänge, so wichtig sie sind, fand sich keine hebräische Feder, und so muß zu Werken allgemeiner Art ge~ griffenwerden. Von grundlegender Bedeutung ist das Werk De Goejes; doch hat auch A. Müller eine gute üebersicht; Wellhausen ist bestrebt, originell zu erzählen, *m die sachlich ruhige Darstellung von Huart bei weitem vorzuziehen ist Zusammenfassend ist -Guyle Strange, Palästina unter den Moslems. Den Eindruck, den die neue Herrschaft auf die Juden gemacht hat, gibt eine Stelle in Pirke R, Eliezer (c. 30) wieder, wo von 15 Dingen der moslemischen Herrschaft gesprochen wird. Dieselbe Steile spielt auf die Regierung der zwei Söhne Harun al Raschids an. Die nun folgenden Jahrhunderte, bis zu den Kreuzzügen, sind ausgefüllt mit den Kämpfen der Byzantiner mit den moslemischen Arabern und Seldschuken. Das Wenige, was hierbei bei Griechen, Lateinern, Arabern und Syrern über Juden und Karäer verlautet, ist gesammelt teils in dem trefflichen Werke 5, M u n k s über Palästina,teils in den byzantinisch-jüdischen Studien von S, Krauß*) Die Ereignisse der Kreuzzüge, über die es eine große christliche Literatur gibt, sind auch bei manchen jüdischen Chronisten, z. B. bei Josef ha-Kohen und Abraham Zacuto verzeichnet. Aber obzwar die Kreuzfahrer 1099 unter den Juden Jerusalems ein gewaltiges Blutbad anrichteten, so ging Jerusalem und mit ihm die Judenschaft dieser Stadt doch erst unter dem Einfall der Mongolen zugrunde (1260), und es war einem spanischen Gelehrten, R Moses b. Nachman (Nachmani) beschieden, in der heiligen Stadt eine neue jüdische Siedelung zu begründen (1267). Durch die spanischen Vertriebenen (1492) wurde diese jüdische Kolonisation bedeutend erweitert; doch sind vorher (1211) auch 300 englische und französische Rabbinen und Gelehrte nach Palästina ausgewandert. Nur diesen letzteren Punkt erfahren wir aus zeitgenössischen Quellen (im Anschluß an die Biographie des R* Simson aus Sens, s, REJ. 6, 167 £), während die wechselvollen Geschicke der in Jerusalem und in anderen Orten des Landes angesiedelten Juden von. A. M. L u n c z zusammengestellt wurden, nur zu geringem Teile aus Briefen und Reiseberichten, mehr aus bloßen Namen und mündlichen Erinnerungen, was aber in diesem Falle nur noch verdienstlicher ist Luncz hat etwa 24 Jahrgänge seines „Jerusalem" (1882—1916) und ebensovieie Jahrgänge seines Kalenders „Jerusalem" in hebräischer und deutscher Sprache der Erforschung Palästinas gewidmet; auch plante er eine Palästinabibliothek, von der wenigstens je 2 Bände von Estori Parchis palästinischer Archäologie (14, Jahrh.) und unter dem Titel „ha-Meammer" (Der Garbenbinder) die im letzten (19.) Jahrhundert in hebräischer Sprache verfaßten Palästinaaufsätze in leidlich gutem Drucke erschienen sind. So besorgte hier ein Einzelner, was in anderen Kreisen von ganzen Vereinen und Regierungen gemacht zu werden pflegt. *) Derselbe ferner; Vier Jahrtausende jüdischen Palästinas (1922), wo auch Literatur.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.