Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 6 (1921-1922)
- Issue
- Heft 9
- Article
- André Spire
- Date
- 1921-01-01
- Page
- 562 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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562 Hans Kohn: Avancez vos deux bras contre ces bras, Et ne marchez que sur mon ordre, et tous du meme pas," Je les ai tant Serres les uns contre les autres, Que quand ils se separent, ils partent sans plaisir, Et tombent dans leur vie exiles et Wesses, Ainsi qu'un grain.battu sevre de son dpi. Und der Dichter ruft ihnen zu: „Aul! Kommt! Man zerbricht euren Körper, euren Willen, der die Säulen eines Tempels zerstören könnte! Befreit Euch! Wollt selber!" Aber das Volk hört nicht. Iis sont sourds, ils sont aveugles; Iis ne sont pas tes freres. Iis t' ignorent, et je vois que tu vas les hair . . . Er ist unter die Menschen gegangen, er hat die Tragik ihres Lebens gesehen. Und sie haben gelacht! Da hat er sich in die Museen geflüchtet, zu den ewigen Werken der Kunst, daß von ihrer strahlenden Schönheit ein Glanz auf ihn falle. Und er hat gesehen: Et j'ai vu des massacres et des crucifiements; Des batailles, des rois, des regards faux des courtisans. J'ai vu des corps d'enfants guettes par des vieillards; J'ai vu le ventre las des prostituees lentes; J'ai vu des conquerants, des nains et des joueurs, Des avares, des fous, des pauvres, des esclaves . . . Et j'ai pleure! . . . Aber soll er das Leben hassen oder in die Wüste fliehen, weil nicht alle seine Träume Blüten getragen haben? Und seine Gedichte werden Gesänge der Liebe, des Todes, der Wanderschaft, der Berge und Seen und Wälder. Er will frei singen, wie der Vogel, der im Walde unbekümmert um alle Schrecknisse und Gefahren, um Tod seiner Kinder und Untreue des Gatten, seine Lieder schmettert und sich in die Lüfte erhebt. Aber all die Schönheit um ihn herum befriedigt ihn nicht. Die innere Unruhe treibt ihn fort. Jardins, jardins, comme j'aimerais Vos calmes ordonnances Si derriere vos arbres tailles, je ne sentais Comme une absence, une eternelle absence; Si sans cesse vos pleurs ne me disaient: „Va-t-en! II y a un dösert au pied d'une montagne. Cherche, sans l'y trouver, une voix qui te parle, Au milieu des öpines, dans un buisson ardent." 3* Zu der gleichen Zeit etwa, wie Spires Gedichte (25. Oktober 1904) veröffentlichte P£guy in den Cahiers eine Übertragung von Israel Zangwills „Chad Gadja". Durch diese Novelle ist Zangwill der Anreger der seither in Frankreich von Juden und Nichtjuden eifrig gepflegten Art Erzählung geworden, die in jüdischem Milieu spielt oder die Schicksale und inneren Er-