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Der Jude · 1921-01-01 · Heft 6 · p. 366

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
6 (1921-1922)
Issue
Heft 6
Article
Henri Franck
Date
1921-01-01
Page
366 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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366 Hans K o h n: Henri Franck Je suis un feu de joie au coeur d'un carrefour. Und die Tausende, die den Platz kreuzen, wärmen sich an dem Feuer. Seine Glut und seine züngelnde Freude teilt sich allen mit. Die weite Menschlichkeit Walt Whitmans ist in ihm. Eine große Welle von Zärtlichkeit geht von Mensch zu Mensch, der Elan teilt sich der Masse mit, die Seelen weiten sich. Sentez vous Dieu präsent sur la place oü je brüle? . II est cette chaleur qü'ont les poigne^s de main, . II est ce qui rejoint et pe qui lie: ü est . La Penetration de Pesprit dans Tesprit Et le goüt que la vie a toujours de la vie. Gott ist das Bassin, in dem alle menschlichen Körper schwimmen, die nicht verschlossen, abgesondert und eingetrocknet sind, sondern deren Strahlung sich rund um sie ausbreitet, so daß man nicht sagen kann, wo ein Antlitz aufhört. Gott ist in dem Zwischenraum, zwischen den Menschen, wie die Sonne zwischen dem Laubwerk. Dieu est ce qui r^vele & chacum tous les autres. * Aber noch ist er nicht bis zur letzten Nacktheit vorgedrungen. Noch ist die Einheit in der Vielheit der Menschen. Noch ist es bunter Sommer, in dem die Menschen in Scharen den Platz durchqueren. Aber der Winter kommt, ein ähnlicher Winter wie der von dem er ausgegangen ist. Der große Platz ist jetzt leer, von Stürmen gefegt. Und das Feuer wird einsam. Feu de joie dans la solitude. Die Seele ringt nach höchster, reinster Klarheit. Die Atmosphäre Nietzsches und Spinozas umgibt sie, die lebenssatte Weisheit der persischen Sufis nährt sie. Und der sterbende Jüngling, mit einem letzten heitern Mute, der zu den großen Taten des Menschengeschlechts gehört, singt das Mysterium des Lebens, das Stirb und Werde. Ne cherche pas ä unir entre eux Les instants du monde; Chacun se suffit, chacun est divin Et chacun s^coule. Soupese en chacun tout le pöids des choses, Chacun est tres lourd; L'Univers revit ä chaque minute Avec ton amour. Er entbrennt in der bilderlosen Glut, in letzter Freiheit, im exstatischen Rausch. Von Verzückung zu Verzückung schreitet er fort, losgelöst von allem eitlen Wahn. La värite, c'est Tenthousiasme sans espoir, La ferveur que rien n'asservit, La joie montant sans se courber dans le ciel noir, Le plaisir absolu du feu" sans recompense,

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