Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 5 (1920-1921)
- Issue
- Heft 5-6
- Article
- Briefe zur Vorgeschichte der "Chibath-Zion"
- Date
- 1920-01-01
- Page
- 336 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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336 Theodor Zlocisti: angegriffene Gesundheit Sie verhindert hätte, mir zu schreiben, möge Gott Ihnen Kraft und gute Gesundheit geben, sie zum Wohle unseres unglücklichen Volkes zu verwenden. Einer Antwort, wenn noch so kurz^ sehe ich mit Gewißheit entgegegen; versichere Sie meinerseits, mich ganz Ihrem Wunsche verhalten werde, ja oder nein mit Schreiben zu belästigen. Gott segne Sie mit guter Gesundheit und Glück, wie es wünscht Ihr treuer Freund Stuhl-Weißenburg, 10. Februar 1867. Josef N*tonek. PS. Ich schrieb an Herrn Dr. Albert Cohn, werde an die Alliance Israelite Universelle schreiben. Ich erhielt von Amsterdam teilnahmsvolle Schreiben, das Stadium unserer Angelegenheit ist immer dasselbe. Die Konferenz wird allgemein gewünscht. Natonek. VII. Wohlgeboren Herrn Dr. Heß in Paris. Verehrtester Freund! Ihr Schreiben wurde mir hierher nach Wien gesandt. Sie sehen, ich bin nicht untätig für unser wichtiges Unternehmen. Ich habe auch hier gegen die Apathie zu kämpfen; das jüdische Volk unserer Zeit ist eben so dem gemeinen Materialismus ergeben und dem Sinnengenuß wie seine Vorfahren in Egypten, welche sich rühmten ni£On TD by TOD. Selbst die mir Beistand leisten, tun dies in gemessener Dilettantenweise. Dies alles wissen Sie, wohl; und sollten Sie vergessen haben, lesen Sie nur das mir teure Werk „Rom und Jerusalem"! Wie nun auf die großen Erfolge hoffen! Zu arm, um Reisekosten zu bestreiten, wie die Komitees bilden! Aber ich zage nicht, ich vertraue Gott und er wird helfen, wie Jes. 59 sagt: DöiWi wtt pü *d nti onrDDD vyw ljni b jnsnm jraro pN1 *o Hier haben folgende politischen Blätter zur Aufnahme sich erklärt: die Neue Freie Presse, Kärtnerring 12, die „Debatte", Komödiengasse 3, der „Wanderer"^ Schülerstrase 17. Der letzte hat auch von mir schon Notizen gebracht. Diese werden Berichte oder Artikel über die Konferenz aufnehmen, nur nicht zu große, was bei Ihrer geübten Feder nicht zu besorgen sei. Ich gestehe es: ich bin unfähig zu literarischen Arbeiten aus Schmerz über die Apathie dieser Schacherjüdlein, die keinen Sinn für die nationale Zukunft haben, meine Tätigkeit aber durch Mangel gehemmt wird, aber ich ruhe nicht: so lange Kraft in mir: wenden Sie sich nun mit Ernst der Sache unseres verwaisten Volkes zu, Gott gab Ihnen einen starken Geist, was Sie in Rom und Jerusalem beweisen, wirken Sie weiter zum Wohle unseres Volkes! Bisher schrieb ich Sonntag, weil ich das folgende nicht als evident mitteilen konnte. Ich habe von der hiesigen türkischen Gesandtschaft eine warme Empfehlung an die Hohe Pforte in Konstantinopel erhalten bezüglich der Kolonisation, mündlich aber wurde mir vom Gesandten die Versicherung