Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 2 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5-6
- Article
- Die jüdische Rasse
- Date
- 1918-01-01
- Page
- 303 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Die jüdische Rasse 303 noch dabei jüdisch aussehen. Z. B. gar nicht selten trifft man die mongoloide Judenphysiognomie (nach Weißenberg unter 100 Juden 23 mit hervorstehenden Backenknochen und 13 mit schiefen Augen) und die negroide Judenphysiognomie, die sich überall unter den Juden findet, auch z. B. in Rußland, wo doch Vereinigung mit Negern ausgeschlossen war. Ebenso steht es mit dem indogermanischen Judentyp, der schwerlich auf indogermanische Blut angießung zurückzuführen ist; wie er denn auch unter den Kohanim und Levijim ungefähr in der gleichen Häufigkeit vorkommt wie unter den übrigen Juden. Auch findet er sich unter den Samaritanern im selben Verhältnis, und nach Curzon (Visit to Monasteries in the Levant, 1865) soll er in Jerusalem unter den dortselbst geborenen Juden häufiger zu sehen sein als unter den europäischen Juden. Andrerseits finden sich jüdische Gesichter der Nichtjuden auf der ganzen Erde, auch dort, wo Juden niemals hingeraten waren — man hat dieses Vorkommen der jüdischen Physiognomien in den übrigen Rassen die Isomorphie des jüdischen Typs genannt. Weder die Variationsbreite des jüdischen Typs noch sein Isomorphismus läßt sich durchBlutmischungderRassenerklären; unter denen ja auch sonst durchweg, im Verhältnis aller Rassen zu allen, sich zeigen müßte, was doch tatsächlich ganz allein nur im Verhältnis der Judenrasse zu den übrigen Rassen und der übrigen Rassen zur Judenrasse sich zeigt. Infolge der Variabilität der jüdischen Rasse einerseits, die mit ihren Typenmetamorphosen also durch die ganze Breite der Menschheitstypen hindurchreicht, und andrerseits infolge des Isomorphismus, der Judenähnlichkeit von Individuen unter den nicht jüdischen Rassen, wird die Stellung cer jüdischen Rasse unter den Rassen eine besondere. Alle Rassen zeigen Übergänge zu anderen Rassen, indem die extremsten Individuen der einen Rasse in die einer einzigen andern verlaufen, derart, daß sämtliche Rassen miteinander verkettet, blank und gut in eine Reihe gestellt werden könnten: wohin aber mit den Judentypen der Rassen? Und wohin mit den Juden, die, bei der weiten Skala ihrer Varietäten, gar nicht einmal zusammenbleiben und uns eine ungemütliche Rolle spielen würden? Doch nicht; vielmehr ergibt sich ein andres Bild und Klassifikationsschema, worin die Juden in die Mitte zu stehen kommen, aus der heraus sie Übergangstypen in die sämtlichen Rassen rund um sie her entsenden; wie entsprechend auch Judentypen aus sämtlichen Rassen unx ittelbar hineinführen in die jüdische Rasse. In die den Mittelpunkt des Rassenkreises bildende jüdische Rasse. Für die Wahrheit dieses Satzes spricht mehr noch als das bisher Besprochene, nämlich die Variationsbreite der jüdischen Rasse und die Isomorphie des jüdischen Typs, — noch eindringlicher für die jüdische als die zentrale Rasse spricht der jüdische Durchschnittstyp, wie er sich überall bei den Juden aller Länder findet und für den ganzen Zeitraum unserer Geschichtsepoche nachweisen läßt. Viele haben sich gemüht, diesen doch wahrlich augenfälligen und auch bei geschwächteren Farben für jedermann auf den ersten Blick erkennbaren spezifischen Judentyp zu beschreiben und die Merkmale festzubekommen, wodurch sich die Judenrasse von den übrigen Menschenrassen unterscheidet. Umsonst; nicht ein einziges Rassenmerkmal kann angegeben werden, welches den Juden ausschließlich zukäme. Daß keinerlei wesentictie anatomische und physiologische Eigentümlichkeiten sie auszeichnen, braucht nach dem oben über die Menschenrassen im allgemeinen Ausgeführten nicht be-