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Der Jude · 1918-01-01 · Heft 5-6 · p. 302

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Journal
Der Jude
Volume
2 (1917-1918)
Issue
Heft 5-6
Article
Die jüdische Rasse
Date
1918-01-01
Page
302 (sequence 4)
Language
German
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302 Constantin Brunner: Die Japaner, Männer und Frauen, mit semitischen Gesichtszügen — wohl die schönsten Repräsentanten ihrer Völker — erinnern mich oft an hispano-amerikanische Kreolen und Spanier von dunklem Typus. Ich fand diese Züge ferner bei nordamerikanischen Indianern, z. B. den Creeks und Chocktaws, und bei Indonesiern. Bei den Papuas sind sie wiederholt beobachtet worden.** Der schon erwähnte Anthropologe Stratz erinnert daran, daß die alten Inka häufig den jüdischen Typ zeigen, ebenso wie eine ganze Anzahl der Cäsarenbüsten, und bezeugt, er habe jüdische Gesichter nicht allein bei javanischen Fürsten, sondern auch in niederländischen Patrizierhäusern und in urfranzösischen und urdeutschen Aristokratenfamilien getroffen. Genug, alle Rassen weisen Judentypen auf. Andrerseits sehen Juden aus wie die Angehörigen aller möglichen anderen Rassen — auch wie Germanen. Hören wir darüber Virchow: „Bei der Zählung der Juden hat sich das merkwürdige Resultat ergeben, daß in einer viel größeren Ausdehnung, als es bis dahin wohl irgend jemand angenommen hatte, wir auch in Deutschland unter den Juden eine rein blonde oder helle Kategorie haben, also blondes Haar, blaue Augen, helle Hautfarbe. Sie beträgt 11,2 Prozent." Also, wie Virchow sagt: 11,2 Prozent ,Juden von urgermanischer Rasse". (Mißverständnissen vorzubeugen, betone ich hier noch einmal, daß es mir lediglich um Konstatierung von Tatsachen zu tun ist. Ich will keineswegs wegen dieser 11 Prozent Blondheit unter den Juden nun 11 Prozent Juden als Degenerierte bezeichnet haben — nach einigen Anthropologen ist nämlich Blondheit ein Degenerationszeichen. Desgleichen auch bin ich weit entfernt von der entgegengesetzten Absicht, wegen dieser 11 Prozent Blondheit den Juden einen entsprechend prozentualen Anteil zuzuschreiben an Tugenden und an der Hervorbringung von Genies — nach einigen andern Anthropologen nämlich gibt es Tugendhafte und Genies nur bei den Blonden.) Schon die Variationsweite der jüdischen Rasse ist geeignet, uns auf die Wahrheit unsres Satzes von ihr als der zentralen Rasse hinzulenken. Die jüdische Rasse besitzt unter allen Rassen die größte Variationsbreite, — eine so große, daß sie in der Anähnlichung die sämtlichen Menschenrassen umspannt, ohne daß sie darum aus Rand und Band geht, ohne daß sie aufhört, eine Rasse von scharfer Ausprägung des Typs zu sein. Sie ist eine besondere Rasse: sie für das Produkt der Kreuzung oder gar für ein bloßes Gemengsei aus allerlei Rassen nehmen, erscheint angesichts ihres so frappanten Typs und der Zähigkeit, womit dieser frappante Typ sich erhält, als das Widersinnigste, was sich ersinnen ließ. Sie ist eine besondere Rasse von Einheitlichkeit des Typs bei größtmöglicher Variabilität — darin liegt die Lösung des Widerspruchs zwischen den Behauptungen der einen, welche von einem homogenen jüdischen Typ reden, und der andern, welche einen solchen rundweg in Abrede stellen; schon Renan hatte gesagt: „II n'y a pas un type juif, il y a des types juifs." Die größtmögliche Variabilität eines Rassentyps ist eine derartige, welche in der Anähnlichung die Typen sämtlicher Menschenrassen umspannt: und so also ist es mit dem jüdischen Typ wirklich der Fall. Dabei soll auf diejenigen Juden, welche völlig aussehen wie Individuen von anderer Rasse, z. B. auf die schwarzen Juden in Abessinien und Indien und auf die gelben Juden in China gar kein Gewicht gelegt werden (hier dürften Rassenkreuzung und Proselytismus eine große Rolle spielen): ein um so größeres auf solche Juden, welche andern Rassentypen gleichen und den-

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