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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1938-10-01 · 1 (10.1938) · p. Seite 10

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
17 (1938)
Issue
1 (10.1938)
Date
1938-10-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 „Jüdisches Gemeindeblatt für Frankfurt" Nr. 1 Oktober 1938 halt von Dollar 100 bis 125 monatlich, das in vielen Berufen erreichbar ist, gut auskommen,- ebenso können es zwei Personen mit Dollar 200 monatlich, die aber ' schon weniger leicht zu verdienen sind. . Hilfskräfte, wie Hausangestellte, Kinderfräulein, Säuglingspflegerinnen und Krankenschwestern sind teuer. Die weiße Hausangestellte erhält Dollar 70 (die schwarze nur etwa die Hälfte). Die Anforderungen an die Leistung sind groß, aber dafür haben Hausangestellte aller Art gute Anstellungsaussichten. Hinzu kommt der große Vorteil, daß sie derart die Spräche schnell erlernen können. Eine Krankenschwester erhält Dollar 8 bis 9 täglich. Zu den Luxüsausfaberi irt New York rechnen eigefne Wohnung, angefertigte leidung, Theater und Korizertbesuch, Hausangestellte und —Krankheit, ' „ ' " "•"**"";' ::"-In den kleinen Städten kann man in einem guten „boardinghöüise" : bereits -für "Dollar '60 im Monat mit voller Verpflegung: wohnen! In Kalifornien soll man bereits mit Dollar 30 bis 40'vorzüglich.auskommen können. 1;.Der;Wohtisti'l.in New York ist das „Apartment house" und. zwar der möblierten und unmöblierten in allen Größen. Einzimmer-Wohnungen -haben immer ein. Bad. Auffallend ist, daß in Häusern, die keine. Läden habend häufig zu ebe- ' ner Erde sich das.. „office" befindet. Das ist der Sprechstüridenraum der Aerzte, rdie nur ihr Namensschild außen am Fenster haben dürfen, ohne Bezeichnung der Spezialität. Hausschlüssel gibt es nicht, die Häuser sind Tag und Nacht offen und werden von einem „doorman" bewacht. Die Möblierung weicht vielfach von der bei uns gewohnten ab. Die amerikanische Wohnung hat nur „closets", das sindeingebaute Schränke, gewöhnlich hell gestrichen, oft auch unverschließbar und nicht immer staubsicher. Die „closets" sind dunkel, manchmal hat die Tür eine Selbstzündeeinrichtung zur Erhellung des „closets". In ihm befinden sich Wäsche; Kleidung, Geschirr usw. - Im Schlafzimmer bringt man die persönliche Wäsche in Kommoden mit Schubladen unter. Wickelkommoden gibt es nicht. Für die BabieS hat man ein eisernes Gestell mit einer Platte, die ,mit Fries bespannt ist und einen Gummibeutel trägt, in dem das Kind gebadet wird. Das Schlafzimmer ist im wesentlichen wie bei uns eingerichtet. Couches findet man nicht im Schlafzimmer. Der Amerikaner beschwert sich nicht mit vielen Einrichtungsgegenständen, die Möbel sind typisiert, einfach und aus leichtem Metall. Im Wohnzimmer, dem „livingroom", ist charakteristisch ein kombiniertes Möbelstück: Bücher-, Schreib- und Kommodenschrank zugleich. Man, findet es in jeder Privatwohnung; auch in jedem Hotelzimmer. Der Eßzimmertisch ist gewöhnlich zum Aufklappen eingerichtet und steht an der Wand. Bei Besuch wird er auf Rollen in die Mitte geschoben,- zusammenklappbare Stühle pflegt man in den „closets" aufzuheben. . . Die 'Küche wird, wie erwähnt, als Zimmer gerechnet; sehr oft Wird sie mit als Eßrjäum benutzt. Der eigentliche Küchenraum ist meistens durch Taravents abgetrennt. Die Einrichtung ist sehT bequem, die" Hausfrau braucht sich nur mit Geschirr, Töpfen und sonstigem Hausrat zu versehen. Gekocht wird meistens auf "Gas, aber.-^auch viel elektrisch. Jedes moderne Haus -hat in der Küche einen Frigidairej Warm-Wasser und häufig einen Müllschlucker. In der Milte hängt ein Hölzgestell zum Trocknen der Tücher,- das man; hinauf- und herunterziehen kann. Der Wäscheverbrauch ist groß, denn New York ist schmutzig. Bettwäsche wird wöchentlich gewechselt, das Handtuch oft täglich:" Das "Waschen; äußer dem Hause ist sehr teuer und greift die Wäsche stärk an. Waschfrauen haben guten Verdiehst, sie pflegen' irti: Auto vorzufahren (aber das Auto ist kein Luxus, weil das Benzin billig ist). In größeren Familien verwendet man elektrische Waschmaschinen und plättet mit kleinen handlichen elektrischen Tischrollen. .' Das „closet" ist charakteristisch für die arnerikanische Wohnung. Es birgt u. a. auch das Bett mit guter Matratze und aufgeschnallten Kissen und Decken. So ist im Handumdrehen das Schlafzimmer fertig. Die „kitchenet", die kleine Küche, stellt das Ideal jeder, Hausfrau dar,- alles ist handlich eingerichtet, neben-, über- und untereinander ange-; bracht, sodaß ohne Kraftvergeudung ein reichhaltiges Mahl schnell bereitet werden kann. Zur Wohnung gehören auch die Beleuchtungskörper verschiedener Art. Die Fenster sind Schiebefenster, keine Doppelfenster,- Jalousien (venetian stores)'gelten als Luxus. Statt ihrer benutzt man Rollen aus Leinwand, die an einem Ring vorgezogen und entfernt werden. Gardinen sind aus einfachem Gittertüll oder Voile. Die Uebergardinen sind praktisch eingerichtet. Die Fußböden WEGWEISER FÜR AUSWANDERER Allgemeines Elektr. Kühlschränke, Waschmaschinen, Staubsauger, Ventilatoren, Heiz- und Kochgeräte, Petrol-Oefen und Herde, Badezimmer-Schranke u. Truhen usw. W. LAMM Gr. Hirschgraben 14 Tel. 23207 Spezialhaus für Badeeinrichtungen, Oefen und Herde jeder Art TOTAl-AUSVERKAUF ab 21. September wegen Geschäftsaufgabe F. EHRENFELD 104 ZEIL 104 H Haus« und Küchengeräte •ÄS* Hilf Jetzt Sandweg 28 Alles für die Hausfrau Vollständige Einrichtungen für Auswanderer und Brautpaare Elektrischeu. Petrol-Geräte Tropen-Kühlschränke Margarete Ackermann Fachgeschäft für Hausu. Küchengeräte Tel. 42398 Spedition DANZAS & CO. G. m. b. H. 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