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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1938-08-01 · 11 (8.1938) · p. Seite 13

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
11 (8.1938)
Date
1938-08-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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..-SSSÄSSffSW»?^? _ T %&2i Nr. 11 August 1938 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Seite 13 Glaserei Rechneigrabenstr. 10 T. 25005 Clemens Kahn Auslührung aller Glaserarbeiten wie: Reparaturen von Fensterscheiben. Verkittungen, Instandsetzung von Glasdächern, Einrahmungen, Autoscheiben. von einem höchst mittelmäßigen Verstand beherrscht wurde. Im übrigen verstand er es, mit einem gewissen gelehrten Anstrich und einem Aufwand von mehr oder weniger gelehrten Worten sehr überzeugend zu seinem jeweiligen Zweck zu sprechen. Die Orientalen betreiben aber auch fast nichts anderes, als den ganzen Tag über in ihren Männerversammlungen müßig öeim Kaffee herumzusitzen. Dies ist eine unerschöpfliche Schule der Menschenkenntnis ,wo sie es lernen, zum Herzen der anderen zu reden. Seine Erzählungen waren mit unzähligen Sprüchen gewürzt, in denen sich die Weisheit einfacher Menschen niederzuschlagen pflegt. Ich habe sie mehr als zwei Monate mit anhören müssen.' sie nahmen nie ein Ende. Er wußte sie aber so lebendig und anschaulich zu erzählen, daß es keiner hätte besser machen können, und zum Teil nahm er sie auch aus seiner eigenen bunten Erfahrung. Mit seiner zügellosen Soldatensprache und jetzt mit seinem einst normalen Verstand zu Ende, mit seinen unsauberen tierischen Instinkten und seiner doch von Gewissensbissen geplagten; längst erloschenen Menschenfreundlichkeit, hätte dieses Wrack [wenn es dazu Gelegenheit gehabt hätte) ein zweiter alter Tiberius werden können. Dabei war er sehr fromm, wie nur sie es sein können, und gewissenhaft in seiner Religion. Es fiel ihm schwer auf sein Gewissen, mich, den Christen, mit „Khalil" (Scheik) anreden zu müssen, und er behalf sich damit, mich für einmal Khalil" fünfmal Ibrahim zu nennen. Er kehrte immer mit einer wunderbaren Feierlichkeit zu seinen Gebeten zurück, in denen er einen süßen Vorgeschmack des Paradieses fand. Sie waren der einzige Trost in der Wüste seiner schwarzen Seele. Da er selbst ein Aussauger war. fiel es ihm leicht, die verbrecherische oitomanische Regierung zu durchschauen und sie bei ihren eigenen Schandtaten zu fassen. Auch hatte er in Damaskus zur Vorsicht seinen Namen in die' Liste der französisch-algerischen Untertanen eintragen lassen. So blieb ihm immer ein Loch zum Hineinschlüpfen, wenn irgend etwas ihm bei der türkischen Regierung schief ging. » Kleiner Literaiurlührer zur ersten Einführung in die Geschichte und Kultur der Araber, (aufgenommen ist nur gemeinverständliche Literatur für jedermann): Ignaz Goldziher, Vorlesungen über den Islam,- 2. Aufl. Heidelberg 1925. - C. H. Becker, Islamstudien (Vom Werden und Wesen der islamischen Welt); I. Band, Leipzig 1924. - Cl. H u a r t, Geschichte der Araber (aus dem Französischen übers, von Beck und Färber); 2 Bände, Leipzig 1914. - Tor Andrae, Mohammed; Göttingen 1932. - Frants Buhl, Das Leben Muhammeds (deutsch von Hans Heinrich Schaeder); Leipzig 1930. - Hans Kohn, Nationalismus und Imperialismus im vorderen Orient,- Frankfurt a. M. 1931. - Hans Kohn, Die Europäisierung des Orients,- Berlin 1934. - T. E. Lawrence, Aufstand in der Wüste; Leipzig o. J. - Rupert Donkan, Die Auferstehung Arabiens,- Leipzig o. J. (1935). - T. E. Lawrence, Die sieben Säulen der Weisheit; Leipzig o. J. - Paul Schmitz, Kairo, Neubau der arabischen Welt,- Leipzig o. J. (1937). - Socin-Brockelmann, Arabische Grammatik,- Berlin 1935. - Brünnow- Fischer, Arabische Chrestomathie aus Prosaschriftstellern, 3. Aufl., Berlin 1924. Der Wormser Judenrat Aus dem Minhag-Buch des Juspa Schammasch aus Worms (17. Jahrhundert) „Von jüdischer Gemeinde und Gemeinschaft" reden, heißt die Grundlagen des jüdischen Lebens nach der Tempelzerstörung überhaupt behandeln. Insbesondere die Gemeinde des Mittelalters, die „organisierte Diaspora", sucht die jüdische Eigenart innerhalb anderer Völker zu wahren und dem eigenen Gesetz nachzuleben. Eine wertvolle Arbeit des in Jerusalem lebenden Rabbiners Kurt Wilhelm faßt eine Reihe von Satzungen und Verordnungen zusammen. Dem soeben in der Bücherei des Schockenverlags als Nummer 86 erschienenen schönen Bändchen „Von jüdischer Gemeinde und Gemeinschaft", das ein reiches Material in deutscher Sprache darbietet, entnehmen wir (mit freundlicher Genehmigung des Verlags) einen Abschnitt. Redaktion Jiftach Jossef Juspa Manzpach stammte aus Fulda und lebte von 1623 bis zu seinem Tode im Jahre 1678 in Worms, wo er Schammasch, Vertrauensmann des Vorstands und Schreiber der Gemeinde war. Er war schriftstellerisch tätig und verfaßte in hebräischer Sprache unter anderm das leider bisher nur handschriftlich vorliegende Wormser Minhagbuch, das das Leben der Juden seiner Gemeinde liebevoll und treu schil- TOTAL-AUSVERKAUF | iiiiiimiiiiiiiiiiiiit:!i!Mii!iiiiiiiiimniimiiiiimiiiiim Berücksichtigt unsere Inserenten! iiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiimiiiiiNiiiiiiiiiiiiiiiimiiiim wegen Geschäftsaufgabe H Preise bis 50-% herabgesetzt ■ Nur noch bis 6. Aug. 1938 I SPORT-HESS 1 Am Schauspielhaus 2-4 H ^■■■■■■■B Nur noch kurze Zelt TOTAL¬ AUSVERKAUF wegen Geschäftsaufgabe Schwer versilberte G e b r a u chs- Gegenstände Geschenkartikel größte Auswahl Preise nochmals bedeutend ermäßigt LOUIS SIMON Kaiserstraße 4 ^Bfljflflfl^K^ ^KrnimTWW^f^wrf ^^^^^^^^^^^^^^^^^^BJ^-^^^aljS^^^^^^B^ ^■^■^■^■^■■■^■^■»■^■^■»■^■^■^»^^^^^^■^■^■^■^■l^nlMn^n^i^n^n^n^nTnT* ^^yn ol i^rHiT^LHi^nf Drucksachen / Papiere |

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