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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1938-06-01 · 9 (6.1938) · p. Seite 13

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
9 (6.1938)
Date
1938-06-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 9 Juni 1938 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Seite 13 „Jamim noraim" Im Schocken-Verlag erschien unter diesem Titel ein Buch, in dem Agnon auf 411 Seiten in hebräischer Sprache alles zusammengetragen hat, was an Bräuchen (Minhagim), Midra- .schim und Agadot für Rosch haschana und Jörn Kippur, für die Tage vorher und zv/ischen den Festen bekannt ist. Die Anlage des Ganzen ist klar und einfach. Es wird Sinn und Bedeutung der Feste an Hand der Bibelstellen, die sie anordnen, klargelegt,- es werden die zu ihnen gehörenden Vorbereitungstage gekennzeichnet. Die traditionellen Gebete werden benannt und zwar nach dem aschkenasischen Ritus und seinen Abarten, dem polnischen, böhmischen, litauischen usw., ganz gelegentlich wird auf den sefardischen oder irgend einen besonderen Ritus zurückgegriffen. Dazu treten dann die Berichte, wie der oder jener aus der Reihe bestimmter Persönlichkeiten dies oder jenes an einem der Feste gestaltet hat, was gelegentlich gesagt oder getan worden ist. Man sieht, wie Minhagim entstanden, und wie um sie gekämpft wurde. All das ist umrahmt von Erzählungen und Bemerkungen aus dem Midrasch und aus dem ganzen frommen Schrift-- tum bis auf unsere, Tage. So ist eine Fülle zusammengetragen. Man darf das begrüßen, aber mit dieser Fülle ist doch wieder auch eine Gefahr verbunden. Es ist alles gleich wichtig genommen, Abstruses und Verwittertes wird neben dem Tiefsten und Reizvollsten berichtet/ als sei es in seiner inneren Geltung gleichwertig. Man kann das nicht damit rechtfertigen, daß man sagt, es kam eben darauf an, ein Bild des Ganzen in seinem völligen Ablaufzu geben,- denn wenn das Buch einen Einfluß auf den Menschen von heute ausüben soll, und darauf kommt es doch an, so mußte man das herausstellen, was ergreifen und packen kann, und was das Ewige widerstrahlen läßt. Hier wäre also weniger mehr gewesen. Interessant ist das Buch durchweg, und es ist in seinem klaren einfachen Hebräisch, eine vorzügliche Einführung in die Lektüre hebräischer Bücher, geradezu ein Buch des Sichüfeens. _. Dienemann Erstklassige £| R^g | g g Damenstoffe Rossraarkt81 w) Für das jüdische Haus, Beth Jisroel, zusammengestellt von Rabbiner Dr. M. L. Bamberger, Schönlanke. L. Sänger, Jüdischer Buchverlag, Frankfurt a. M., 1922. (Preis RM. l.-j. Mehr als ein Jahrzehnt war das Bändchen Beth Jisroel vergriffen. Wieder lieferbar, wird es Vielen als eine Zusammenstellung häuslicher Gebete für Sabbat und Festtage willkommen sein. Kiddusch, Tischgebet, Hawdalah, Gebete für die Hochzeit, Bris Milah und manches andere sind hier in handlicher Form vereinigt. Die Neuausgabe wird den Kreis der Freunde dieses Werkchens sicher noch vergrößern. Reschima von die periodische Ausgaben in der bibliographischen Zentrale von Jiwo. 1935 -1937. Wilna 1938 Das jiddische-wissenschaftliche Institut (Jiwo) in Wilna veröffentlicht als Nr.. 17 seiner Serie ein Verzeichnis der periodischen Schriften, die dem zentralbibliographischen Büro der Gesellschaft Jiwo in den Jahren 1935 bis 1937 zugegangen sind. Die Liste enthält eine große Zahl von Zeitungen und Zeitschriften nach Ländern geordnet. Auf Vollständigkeit kann diese Liste nicht Anspruch erheben, wie aus dem Vorwort hervorgeht. Immerhin ist sie ein sehr wertvoller bibliographischer Beitrag für die periodische Literatur der letzten Jahre. Fr- Simon Dubnow, Mein Leben. Herausgegeben von Dr. Elias Hurwicz, aus dem Russischen übersetzt von Dr. Elias Hurwicz und Dr. Bernhard Hirschberg-Schrader. Jüdische Buchvereinigung, Berlin, 1937. Die letzten Jahre haben manchen Roman aus dem Leben jüdischer Menschen als Werk jüdischer Dichter entstehen lassen. Die Autobiographie, die das Leben Simon Dubnows bis zum Jahre 1922 zeichnet, hat mit manchen dieser Romane Milieugemeinschaft. Mit manchen teilen diese Erinnerungen auch die Problemstellung: ein immer wiederkehrendes Suchen nach Judentum, ein Lösen und Binden jüdischer Werte. Loui$<I>$imon KAI SERSTRASSE 4 Bestecke / Gebrauchsartikel Isolierkannen / Cromargan Seit 1888 Ikel fk gan m GARDINEN TEPPICHE DEKORATIONEN S. GUTTMANN Inhaber Robert Hirsch Tckil 4 4K I gegenüber £eil llJr I» der Hauptpott_ Der Aufbau einer neuen Existenz hängt wesentlich von Ihrem Gesundheitszustand ab. Sie werden viel laufen u. stehen und brauchen zur Schonung Ihrer Füße und Kräfte zweckmäßig gearbeitete, orthopädische Schuhe. Ihre Fiisse sind viel mehr wert, wenn Sie meine erprobten Gesundheitsschuhe tragen. Ich habe schon Vielen geholfen; versuchen Sie es auch RelnßEkslr. 21 Gegenüber der Kleinmarkthalle Herrenkleidung Anfertigung aus eigenen Stoffen GEBRUDER HAHN Weserstraße 31 Tel. 31489 «PCI mj Allerheil igenstr.63 Jl EinTelefon 29285 WÄSCHE Spez. 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