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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1938-05-01 · 8 (5.1938) · p. Seite 13

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
8 (5.1938)
Date
1938-05-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 8 Mai 1938 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Seite 13 J OBERHEMDEN HANDSCHUHE | 1 KRAWATTEN Hermanns & Froitzheim Das Faciihundige Spezialgeschäft FranHfurt-M., Zeil, Eche Hasengasse MODEWAREN 1 1 Herrenu. Damen-Wäsche Herrenu. Damenstrünute | f TRIKOTAGEN WOLLWAREN P leizten Ton mit Spannung füllen. Schuberts „Wanderer- Fantasie" freilich wurde noch nicht bis zur letzten Tiefe ausgedeutet, trotz vieler schöner Einzelwirkungen. (Eine gewisse Anfangs-Nervosität ist bei der Akustik des Raumes, an die sich Hörende und Spieler immer erst wieder gewöhnen müssen, begreiflich). Schon bei Liszts h moll-Sonate war Landerer ganz in seinem Element. Er blieb den gehäuften Schwierigkeiten des Stückes technisch nichts schuldig und wußte uns auch die dämonischen Hintergründe dieser zwischen virtuoser Besessenheit und ekstatischer Entrücktheit schweifenden Romantik überzeugend nahezubringen. Die gleiche Höhenlinie konnte bei Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung" durchgehalten werden. Die in vielen Farben und Stimmungen schillernde Tondichtung — sie wurde in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts geschrieben —, nimmt aber die ganze Moderne vorweg — wurde mit der erforderlichen Unmittelbarkeit des Ausdrucks und Plastik der Zeichnung wiedergegeben. Die abschließenden Chopin- Kompositionen waren dann vielleicht etwas zu weich angefaßt, zu sehr auf das Lyrische anstatt auf das Rhythmische hin angelegt. Als Ganzes stellte der Abend eine wertvolle künstlerische Veranstaltung dar, für die wir dem Pianisten verehrungsvollen Dank schuldig sind. Dr. Nathan Ehrenreich Konzerle der Jüdischen Tonkünsiler Ein „Romanischer Abend" der Jüdischen Tonkünstler Frankfurts erreichte in der Aufführung von vokalen und instrumentalen Tonschöpfungen erfreulich hohes Niveau. Am ■ Anfertigung von feiner 1 Herren-Mass-Kleitiung TOTAL AUSVERKAUF | wegen Geschäftsaufgabe ■ namonkloillor bedruckt und einfarbig H Ud III Cll HIC III Gl in Seide und Wolle ■ DanieSI-Mälltel für Uebergangu. Winter ■ Complets - Blusen - Röcke ■ DAMEN-MODEN« stiftstr. 29-33 1 ■ garantiert tadelloser Sitz, ■ moderner, flotter Schnitt u. ■ beste Verarbeitung, mit ■ und ohne Stofflieferung bei A 1 JOSEF DREHLICH 1 FeineMass-Schneiderei 1 NEU-ISENBURG 1 Adolf Hitler-tr. 46 Tel. 03351 Inh. A. Grünebaum Gegenüber dem Postscheckamt H GARDINEN TEPPICHE DEKORATIONEN S. GUTTMANN Inhaber Robert Hirsch TaII 44K I gegenüber £.«511 119, 1. der Hauptpost ^im^Pm|P^iHH^iäidenstoffe, bedruckte Stoffe, Woltstoffe|^^^|Hi^iliHB^| Seifen und Parfümerien ■ Wiederverkäufer erhalten Rabatt ■ alle Markenartikel: Verkaufssielle Für Parfüms D'Orsay-Paris Seifen-Israel, BiOlStr.70, Tel 21326 PnrfrätC Reproduktionen, Re. ■ Ul II dl) klame-u Heimaufrwhmen in bekannter Ausführung Ninni & Carry Hess Photographische Werkstätte Börsen»tr. 2-4 (Aufz.) Tel. 26009 Büro-Bedarf ■VBW^fiBMHiaMHMl^lMHlMBBBMMM Klein-Schreibmaschinen Hermann LORGE&C9 mit in- und ausländischer Tastatur Stiftstraße 9-17 Fernsprecher 26073 für sich in Anspruch nehmen. Wir können nur hoffen und wünschen, daß es als wichtigster Träger unseres jüdischen Musiklebens im nächsten Winter wieder zu neuem Leben erweckt werden möge. Der ausgezeichnete Bariion Wilhelm Guttmann bereicherte das Programm durch Gesangsvorträge. Vier Lieder von Max Kowalski prägten sich stark ein durch ihren Erlebnisgehalt und ihre persönlich geformte, den Text erschöpfende und überhöhende Tonsprache. Sie gehören zu dem Besten, was wir von diesem feinsinnigen, immer mehr sich verinnerlichenden Lyriker kennen. Guttmanns eindringliche, lebendige, und hochmusikalische Gestaltungsweise sicherte auch einigen Opernstücken von Verdi, Puccini und Meyerbeer den Erfolg. Prüwers Begleitung erregte, wie immer, Bewunderung. Dr. N. Ehrenreich Klavier-Abend Erich Landerer An einem eigenen, vom Kulturbund gebotenen Abend bestätigte Erich Landerer den überaus günstigen Eindruck, den wir vor einigen Monaten in einem Orchesterkonzert von ihm gewonnen hatten. Landerer repräsentiert den virtuosen Typ des Pianisten, aber er ist keineswegs „Nur-Virtuose". Seine gestalterische Kraft reicht nahezu ebenbürtig an seine hochgesteigerte Technik heran. Sein Spiel trägt eine ausgesprochen persönliche Note und wirkt durch ein lebendiges, doch beherrschtes Temperament, sowie durch feinnervige Reizsamkeit äußerst suggestiv. Der Künstler konnte das aus Großwerken der Klavierliteratur aufgebaute Programm - schori rein physisch eine respektable Leistung — bis zum

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