Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 16 (1937-1938)
- Issue
- 8 (5.1938)
- Date
- 1938-05-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Sere 12 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT Füll FRANKFURT Nr. 8 Mäi 1938 SH£1!£L Clemens Kahn Gegr. 1877 Ausiünrung aller G laserarbeiten wie: Reparaturen \on Fensterscheiben. Verfettungen, Instandsetzung yqn Glasdächern. Einrahmungen, Autoscheiben. denjenigen Auswanderern, die sich dem Handels- und Geschäftsleben widmen wollen oder müssen, etwas mehr Rechnung gerragen werden sollen^ Diese Mängel werden zwar im Vorwort offenerweise selbst zugestanden, sollten aber bei einer Neuausgabe nicht unbeachtet bleiben. - Insgesamt bilden die Büchlein, die in handlicher Form herausgegeben sind, einen willkommenen Behelf, hauptsächlich in den Fällen, wo, wie in kleineren Gemeinden, kein Lehrer der betreffenden Sprache vorhanden ist. Dem Lehrer selbst können diese Einführungen ins Spanische und ins Portugiesische aber auch eine vorteilhafte Anregung bieten, und so seien sie zu diesem Zwecke allen Sprachlehrern empfohlen. B - ch Aus der sozialen Praxis Die Zentralwohlfahrtsstelle und die Abteilung Wirtschaftshilfe bei der Reichsvertretung der Juden in Deutschland geben seit langem die Hefte für „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik" heraus. Der neue Jahrgang (Heft 1, Februar 1938) bringt eine Reihe wertvoller Beiträge. Dr. Georg Josephsthal kennzeichnet: „Pädagogische und auswanderungspolitische Gesichtspunkte des jüdischen Berufsausbildungswerks in Deutschland",- er legt u. a. dar, wie sich das Schwergewicht von der Umschichtung zur .Erstausbildung verschoben hat. Die soziale Wiedereingliederung Gefährdeter wird von Hannah Karminski an Hand von Lebensläufen ehemaliger Isenburger Zöglinge betrachtet. Professor Dr. E. Seligmann gibt einen Ueberblick über die jüdische Gesundheitsfürsorge. Organisatorische Ausrichtung behandeln Max Birnbaum, Berlin ■und Dr. S. Weißmann, Karlsruhe, unter dem Thema. „Reform des Lastenausgleichs". Jüdische Gegenwartskunde diskutieren Dr. Werner Rosenstock, Berlin, und Dr. Ludwig Feuchi- ■wanger, München. Wertvolle Hinweise auf die Praxis der neuen Bestimmungen der Invaliden- und Angestellten-Versicherung gibt Gertrud Israel. Eine Umschau beschließt das Heft. Kulturarbeit des Monats Orchester-Konzert im Kulturbund Letztes Orchester-Konzert dieser Spielzeit! Wieder gilt es, schweren Abschied zu nehmen von der uns liebgewordenen, gebefreudigen Musikerschar, der wir viele erhebende Stunden zu verdanken haben. Professor Prüwer, ihr hervorragender Erzieher und Leiter, reißt sie an diesem Abend noch einmal zu einer über das gewohnte Maß hinausgehenden, eindrucksvollen Leistung empor. Meyerbeers unbekannte Ouvertüre zu „Der Nordstern" gibt, in einer rhythmisch gestrafften und klanglich gerundeten Wiedergabe, den Auftakt: ein mehr dekoratives als dramatisches Stück Musik, das. aber doch mit jener erregenden Spannung geladen ist, die nur der geborene Theatraliker hervorzurufen vermag. Theo R a t n e r, derzeitiger Konzertmeister des Orchesters, stellte seine ungewöhnlich geschmeidige, zuverlässige Technik und seinen weichen Geigenton mit gutem Gelingen in den Dienst von Lalos „Symphonie Espagnole". Das Orchester unter Prüwer paßte sich seiner mehr kammermusikalisch zurückhaltenden als virtuos ausholenden Auffassung des Werkes verständnisvoll an. Als Höhepunkt der orchestralen Darbietungen erklang die fünfte Symphonie in e moll von Tschaikowsky. Wir haben sie selten in einer so gezügelten, von jedem sentimentalen Auftrag gereinigten, dabei doch warmherzigen und gefühlstiefen Darstellung gehört, wie sie Prüwer bot. Die Grundelemente dieser östlichrwestlichen Symphonik, ihr weiches Melos und ihre jäh ausbrechende" Dramatik, traten in unverminderter Ursprünglichkeit hervor und waren doch gegeneinander ausgeglichen und zu einheitlicher Wirkung verbunden. Das Orchester wetteiferte in allen Gruppen, einschließlich den von auswärts zugezogenen Bläsern, seinem' verdienten Meister Ehre zu machen. Es darf diesen Abend als stolze Erinnerung Die Firma Wlttwe Hassan geht am 1. Mai .1938 in anderen Besitz über In unserem Besitz bleiben 4 FILIALEN Gr. Bockenheimerst. 33 Telefon 25726 Oed«rweg 43 Telefon 52519 Allerheiligenstr. 59 Telefon 27820 Wall-Strasse 14 unter der Firma MAYER S SOMMER Unsere Geschäfte werden, wie seit über 30 Jahren die guten Qualitäten in alter Preiswürdigkeit bringen. Lieferung frei Haus. Alfred Mayer Julius Sommer I Mai i JUDISCHER KULTURBUND RHEIN-MAIN (Mitglied des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde in Deutschland) OBERLINDAU 7 TELEFON 75321 2. Veranstaltung! \/ Mai Do ■ mm- Westend-Synagoge | 20 Uhr[ I Liederu. flrienabend Susanne Löwenstein Ernst Lewin-Wulff Am Flügel: Paul Meyer Berücksichtigt unsere Inserenten! PELZ-MÄNTEL Silber*, Blau-, Nafurfüchse- - Jacken" — Paletots Peh-Hess BIEBERGASSE 1 I.ETAGE Massa nf ertig u n g nach neuesten Modellen" Umarbeitung billigst Tel. 25494