Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 16 (1937-1938)
- Issue
- 8 (5.1938)
- Date
- 1938-05-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 14 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Nr. 8 Mai 1938 SCHIFFS-KARTEN. ALFRED ADLER INFORMATIONSREISEN Eisenbahn- und Flugkarten PALESTINE & ORIENT LLOYD Steinweg 9 — Tel 24961 schonen Erfolg, den das verhältnismäßig zahlreiche Publikum mit herzlichem, dankbarem Beifall bestätigte, hatten die drei mitwirkenden jungen Künstlerinnen gleichen Anteil. Man hörte u. a. eine Sonate für Violine und Klavier von DebussYi ein typisches Werk des einflußreichen französischen Impressionisten, und zwei Sätze aus Saint-Saens' Violinkonzert op. 61. Beiden Aufgaben, zumal dem virtuosen Schlußallegro des Konzertes, wurde -Fraenne Schmuckler mit großem kraftvollem Geigenion, technischer Bravour und starkem Temperament gerecht. Hilde Schereschewsky / die Flötistin des Kulrurbundorchesters, die ihre Kollegin und die Sängerin sicher und con brio begleitete, spielte als Solistin vier Präludien Debussys in überaus eindringlicher, vom Rhythmus bestimmter Prägung. Arien und Lieder sang in drei Sprachen (Deutsch, Französisch und Italienisch) Erni Stern -Fei 11 ex , ihr weicher hoher Sopran entspricht der Anmut des Vortrages, und auch das heikle Figurenwerk der Koloraturen wurde mit Geschmack dargeboten. Ein in allen Teilen gelungener Abend. * Ein Benefizkonzert der Jüdischen Tonkünstler Frankfurts in der Westend-Synagoge, dem man, zumal des guten Zweckes wegen, einen noch weit stärkeren Besuch gewünscht hätte, ließ wieder einmal die eindrucksvolle künstlerische Leistungsfähigkeit dieser Gemeinschaft in einem vielseifigen, aber nicht überladenen Programm erkennen. Man hörte Gesangsvorträge, Klavier-, Orgel- und Geigenspiel, und auch die "Kammermusik war mit dem schönen, oft gespielten" Arensky-Trio, d moll, op. 32, vertreten, dessen beide erste Sätze- Lilly Schwarz-Mayerhof er {Klavier), Theo Ratner (Violine) und Wölfgang Breise hneider (Cello) in gepflegtem Ensemble vernehmen ließen. Den Abend eröffnete Siegfried Würzburger feierlich mit einer kraftvollen Orgelsonate Felix Mendelssohns, den zweiten Teil Martha Sommer mit zwei kürzeren Orgelstücken von Max Wolff und Herbert Fromm. Erfreulicherweise kamen in diesem Benefizkonzert die Frankfurter jüdischen Komponisten noch mehrfach, und durchweg mit Erfolg, zu Gehör. Werfvolle, dem jüdischen Leben verhaftete Lieder Max Kowalskis sang Hans Assenheim, über dessen Qualität hier schon häufig mit Anerkennung berichtet worden ist, ein liebenswürdiges „Jüdisches Wiegenlied" und „Traum" ihres ausgezeichneten Begleiters Dr. Willy Salomon trug Paula Levi mit klangschönem Alt vor,- an Gustav Mahler und an Bernhard Sekles erinnerten zwei von Erna Groß anmutig und musikalisch dargebotene Lieder. Als tüchtige Könner bewährten sich an Stücken von Tschaikowsky und Saint-Saens erneut die Pianistin Alice Rosenbaum und Theo Ratner. Zu klangvollem Ende vereinten sich zuletzt die drei Vokalsolisten in Teilstücken der, von den Jüdischen Tonkünstlern Frankfurts schon einmal aufgeführten Kantate Rosy Geiger-Kullm a n n s „Ruth und Boas", wobei sie von der Orgel mit guter Wirkung unterstützt wurden. Georg Schott Erfolge Frankfurter Künstler im Ausland Der von vielen Kulturbund-Konzerten her bekannte Geiger Hans Bassermann, der zur Zeit Konzertmeister des Huberman-Orchesters in Palästina ist, spielte dort in acht Orchesterkonzerten die Violinkonzerte von Bruch und Tschaikowsky und im Februar in Kairo und Alexandrien unter Leitung von Issay Dobrowen das Violinkonzert von Saint-Saens. Im Sommer begibt sich der Künstler auf europäische Radio-Konzertreisen. Der seit etwa viereinhalb Jahren in Paris ansässige Pianist Erich Jtor Kahn ist für eine Tournee, nach-Nordafrika (Marokko, Algier und Tunis) zu fünf Konzerten mit dem berühmten Cellisten Pablo Casals verpflichtet worden. Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland teilt mit: Auf Grund mehrfach durch das Sonderreferat Rkw. Hinkel beanstandeter Einzelfälle geben wir folgendes bekannt : 1. Sämtliche jüdische Musikpädagogen müssen sich in ihren Berufsartkündigungen des Zusatzes „Mitglied des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland" bedienen. Insofern jüdische Musikpädagogen noch nicht Mitglieder sind, sollen sie sich sofort an den Reichs verband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin SW 6$ Stallschreiberstraße 44, zwecks Aufnahme wenden. JQd. Damen Herren-Friseur SALON ELSNER Porzellanhofstrasse 4 Ecke Zeil / Tel. 27388 Färben, Blondieren, Dauerweilen System: Fuva ohne Strom Kadas, Mayer-Karlsbsd Manicure, Schönheitspflege Methode Reichalda Berlin Bestgeschultes Personal fPCI BJ Allerhciligcnstr.63 Jl El Wie 1 e f o n 29285 WÄSCHE Spez. 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