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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1938-03-01 · 6 (3.1938) · p. Seite 11

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
6 (3.1938)
Date
1938-03-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 6 März 1938 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Seite U Wanderung nur eine solche von Gemeinde zu Gemeinde. Von dieser Warte aus gesehen, sei gerade das Wanderungsschicksal unserer Brüder vom Lande oft in tiefe Tragik gehüllt, weil es sich vielfach in dem Bewußtsein vollziehen müsse, damit zugleich das Ende der Heimatgemeinde überhaupt herbeizuführen. Die Tragik dieses Schicksals gehe die •deutsche Judenheit als Ganzes an, da hier Zentren jüdischer Siedlung der Auflösung entgegen gingen, in welchen im Gegensatz zu den Vermassungserscheinungen der Großstadt noch der alte personenhafte und traditionsgebundene Gemeinschaftsgeist am Leben gewesen sei. Ihn gelte es, für das ieben der jüdischen Großgemeinden fruchtbar zu machen. Damit werde sich die Hilfe, die die Juden der Großstadt ihren vom Lande zugezogenen Brüdern in seelischer und materieller Hinsicht schulden, für beide Teile in Segen verwandeln. Dem .Sinn der Stunde-, eines gemeinsamen Feierns der alten und der neuen Angehörigen unserer Gemeinde entsprach die reiche und gewählte musikalische Ausgestaltung des Abends. Zu Beginn und zum Schluß brachte das Orchester des jüdischen Kulturbunds unter Leitung von Professor Julius Prüwer Werke von Mendelssohn und Goldmark zu Gehör, die von den Hörern mit sichtlicher Ergriffenheit aufgenommen wurden. Grete Hoff und Martel Sommer brachten ein Solo für Cello und Orgel zum Vortrag. Orgelspiel des Organisten Würzburger leitete den Abend ein und aus. Der Veranstalter des Abends, der Freisinnige Verein, hat sich mit dieser Feierstunde ein hohes Verdienst um unsere Gemeinde erworben. E. A. Ausbildung technischer Lehrerinnen. Die Schulabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland und der Jüdische Frauenbund teilen mii: . „Es ist in Aussicht genommen, April 1938 an der Jüdischen Haushallungsschule, Frankfurt a. M., einen einjährigen Lehrgang für technische . Lehrerinnen zu beginnen. Es können Mädchen aufgenommen werden, die hauswirtschaftlich und technisch begabt sind und eine pädagogische Ausbildung bereits erhalten haben (wissenschaftliche Lehrerinnen, Volksschullehrerinnen, Sport- und Gymnastik-Lehrerinnen, Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen) oder anderweitig nachweisen können. Ziel des Lehrganges ist die Befähigung zur Erteilung von Hauswirtschafts- und Handarbeitsunterricht an jüdischen Schulen und in hauswirtschafflichen Betrieben. Die Kosten betragen für Schulgeld RM. 25.— monatlich,- für Wohnung und Verpflegung in der Frankfurter Haushaltungsschule RM. 60.- monatlich. Anmeldungen sind zu richten an die Jüd. Haushaltungsschule Frankfurt a. M., Quinckestraße 20. Beizufügen sind: ein Gesundheitsattest, selbstgeschriebener Lebenslauf und schon vorliegende Zeugnisse. AUFRUF! Die Uebemahme und Erweiterung des bisherigen Altersheims der Israelitischen Männer- und Frauenkrankenkasse (Kippestube), Rechneigrabenstraße, das künftig ungefähr 90 alten Männern und Frauen Heim und. Pflege bieten wird, erfordert vielfache und große Anschaffungen, sodaß der hierfür zur Verfügung siehende Betrag bei weitem nicht ausreicht. Die neue Verwaltung wendet sich daher mit der dringlichen Bitte an - die Frankfurter jüdische Bürgerschaft, ihr beim Aufbau des vergrößerten Heimes mit Geld und Sachspenden zu helfen. An gut erhaltenen Haushaltungsgegenstäriden werden insbesondere benötigt: Möbel (Bettstellen, Schränke, Tische, Stühle, Sessel), Bettzeug (3teilige Matratzen mit Keilen, Kissen, Federbetten, Wolldecken) Wäsche (Bettwäsche, Tischwäsche, Küchenwäsche), Beleuchtungskörper (Kugellampen, Nachttischlampen). Von der Hilfsbereitschaft der jüdischen Bevölkerung, vor allem unserer jüdischen Hausfrauen, hängt die Behaglichkeit der ruhe- und versorgungsbedürftigen Insassen des Altersheims ab! Wer keine Haushaltungsgegenstände abgeben kann, helfe durch Zahlung einer Geldspende! Mitteilung über jede Art der Zuwendungen erbittet Jüdisches Altersheim, Frankfurt a. M. Geschäftsstelle:' Quinckestraße 24 Anruf- 46975 - Postscheckkonto Nr. 19593 VON DER Konstabl. Wache Reineckstr. 21 >k V. EHREN FELD RADIO I PHOTO Immer das I für Leica u. Contax Neueste | spezialisiert Teppiche — Gardinen Dekorationen $. GUTTMANN Inhaber Robert Hirsch lieber Hauptwache SchilleFplatz 9 ^Ecte BieHergasse FERDINAND HIRSCH Inhaber: OTTO PISK Das Haus für feine Schirme Spezialität: Erstklassige Taschenschirme Original Knirps — Original Fips ~N Biebergasse V. r:-. j >v REPARATUREN Al'eunmod. Uhren nehme ich baiNeukauf in Zahlung UHREN SINGER direkt an der Hauptwache Biebergasse 13 Telefon ^26325 u. 26925^ Denke daran .. Dein Aufenthalt sei Cafe Rothschild bekannt gute Konditorai ... nirgends besser ZUM OPERNPLATZ

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