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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1938-02-01 · 5 (2.1938) · p. Seite 6

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
5 (2.1938)
Date
1938-02-01
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHES GEMEINDEBIiATT FÜR FRANKFURT Nr. 5 . Februar 1938 Auch für Sie ist der Wi ntersch I u ß-Verkauf die besondere Gelegenheit f. den günstigen Einkauf Alles preiswert und gut im Textil-Kaufhaus an der Bockenheimer Warle Leipzigersirasse 14lieh die neue, fremde Sprache erst recht nicht leicht lernt. Fast alle fangen viel spät an mit dem Erlernen einer fremden Sprache. Man bedenke: Hier will man eine Sprache in höchstens 30 mal 60 Minuten erlernen und vergißt dabei ganz, _ daß man auf der Schule fast 1000 Sprachstunden in Franzosisch oder Englisch gehabt hat. Doch wenn man ins Land kommt, kann man auch dann noch lange nicht richtig und fließend sprechen. Ferner: Wenn man hier schon sechs bis zwölf Monate zur einigermaßen gründlichen Erlernung einer Fremdsprache aufwendet, so steht dieser Zeit- und Geldaufwand in keinem Verhältnis zu dem Vorteil, -den man an Geld und Zeit gewinnt, denn es handelt sich 5 a um eine Bereicherung für das ganze zukünftige Leben 1 Weiter: Man vergißt, daß die letzten Wochen vor der Abreise so zeitraubend sind,, daß man dann seinen Kopf mit anderen Dingen voll und kaum noch Zeit zum Lernen hat. Für einen Kaufmann, Vertreter, Angestellten usw. ist die Beherrschung der fremden Sprache die Hauptbedingung, sonst ist er wertlos und verlassen. Ebenso der Handwerker. Man kann noch so viele Fachkenntnisse haben und ist doch verloren, wenn man den Kunden oder Arbeitgeber nicht versteht. Man muß nicht nur sprechen, sondern auch richtig zuhören können. Richtig hören kann aber nur einer, der die Sprache versteht. Manche gute Gelegenheit zum Fortkommen wird sonst verpaßt. . Man verlasse sich auch nicht auf gute Empfehlungen. Jeder glaubt, die besten zu haben und auch tüchtiger zu sein als viele ändere. Mögen diese Ratschläge die Unverbesserlichen belehren und ihnen die Wichtigkeit guter Sprachkenntnisse dringlich vor Augen halten. Zu viel lernt niemand; zu wenig fast jeder.. - B-ch Kulturarbeit des Monats Die Kunstschau des Jüdischen Kulturbundes Der Jüdische Kulturbund Rhein-Main hatte die in Frankfurt durch 15jährige Uebung zur Tradition gewordene Chanukkah-Kunstsch.au jüdischer Künstler und Kunstgewerbler organisiert. Die Veranstaltung, die sich während einer Woche lebhaften Besuchs erfreuen durfte, stand, an Vielseitigkeit und. Abwechslungsreichtum hinter früheren Ausstellungen nicht zurück. Als Entdeckung dürfen einige Aquarelle von Dora Neumond angesprochen werden, die, ganz aus dem Farbig- Atmosphärischen dieser Stadl, Durchblicke in Höfe und Straßen darstellen, wie sie für Frankfurt bezeichnend sind. Auch die Aquarelle, die Luise Schreiber-Landsberg in diesem Jahre zeigte, lassen Fortschritte in der koloristischen Erfassung der Landschaft erkennen. K. S. H e r z dokumentierte in Zeichnungen von Akten und Profilen ein überdurchschnittliches zeichnerisches Formungsvermögen. Seine gediegene Schulung ist eine wichtige Voraussetzung für seine künftige künstlerische Entfaltung. Die Bildnisse Ernst Konzertdirektion HERMANN KOCH Frankfurt a.M , Westendstr. 28, Tel. 78654 i. Reichsverband d. Jud. Kulturbünde i. DeutsrhI. Februar-Veranstaltungen im Saalbau Samstag, d.12. Febr., 20^ Uhr S EN SATIONS-GAST SPIEL Lilly Hohr- BQliz- Durger der berühmte Star, ehemals am Metropoltheater Berlin Gast des Neuen Operettentheaters in Frankfurt Wefiire Mitwirkende: Gertrud Narewczewitz (Opernsängerin), Dodo Hirschmann, Lulu Neumann, Tutty Stern (Tanzdarbietungen) Martel Sommer und Theo Eger (am Flügel). Samstag, den 19. Februar, 201? Uhr Großer Jüdischer Abend Leitung: Max Neumann BinV |fnnSn^lf■ früher. Frankf. Schauspielhaus, Mitwirkende: MdA HUlllllonl jetzt Kulturbundtheater Hamburg Jüdischer Humor Synagogenchor der Israel. Religionsgemeinschaft (40 Knaben, 20 Herren) Siegfried Grönglücfc V Jodische Volkslieder Janko Kauffmann / dua,scne Volkslieder Max Firnberg (am Flügel) Kartenvorverkauf für beide Veranstaltungen bei Drogerie Schneemann - - und an der Abendkasse, des Saalbaues. ■ZK Februar m JÜDISCHER KULTURBUND RHEIN-MAIN (Mitglied des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde In Deutschland) OBERLINDAU 7 TELEFON 75321 ■/Grober Saal des Saalbaus, 2<30 Uhr Orchesterkonzert des Orchesters der Jüdischen Kulturbünde,; S'rhj Frankfurt am Main. Dirigent: Generalmusikdirektor Prof. Julius Prüwer SoIistin:SusanneLandsberg-Hollaender(5opran) \/Grosser Saal des Saalbaus, 2Q30 Uhr Heinrich Heine „Ein Märchen vom verlorenen Sohn" aus dem Werke des Dichters erzählt von Gerhard Walter Rosenbaum Ausführende: Otto Bernstein, Rezitation Hans Assenheim, Gesang Kurf Heinemann, Begleitung der Lieder. Gerhard Walter Rosenbaum, Vortrag

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