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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-12-01 · 3 (12.1937) · p. Seite 8

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
3 (12.1937)
Date
1937-12-01
Page
Seite 8 (sequence 10)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT No. 3 Dezember 1937 Dr. iur. Hugo Hoff mann ^'.'"SSs" Versicherungen aller Art dinge des Juden einmischen konnte, lag an der Antinomie, dass die Tora als giltiges Gesetz für Judäa durch einen Staatsakt des einstigen persischen Großkönigs, als Oberherrn inEsras Zeil, eingesetzt war, und also durch einen Rechtsnachfolger in der Herrschaft das' Privileg dieses Gesetzes wieder aufgehoben werden konnte.- Die ganze Darstellung von Bickermann ist schlüssig, er hätte sich nur der Schiefheit enthalten müssen, diese Aktion der Reformer von damals in Parallele mit der Reform des 19ten Jahrhunderts zu setzen, die nicht um der Anpassung an eine ausserjüdische Lebensform willen geschah, sondern um der Herausarbeitung des jüdischen Ideengehalts willen. Die Bickermann'sche These erklärt auch, warum die ganze Restriktion des jüdischen Gesetzes durch Antiochus genau auf den politischen Bezirk Jerusalem und Judäa beschränkt blieb, und die Juden im ganzen Reich des Antiochus sonst unbehelligt ihrer Religion nachleben konnten. Bickermann führt anschaulich in das Parteiengetriebe des damaligen Judäa ein und zeigt, dass die Hasmonäer zunächst nur eine ganz kleine Partei führten und formten. Man lese im einzelnen die fesselnde Darstellung nach,. insbesondere wie er, das vergleichende Material gut deutend, die Stellung der griechischen Zwingburg, der Akra, gegenüber dem Zion-Bezirk aufhellt. Interessant, däss J o s t s. Z. das Richtige gesehen hat „man wollte nicht die väterliche Religion aufheben, noch viel weniger dem Götzendienst Eingang gewähren, aber wohl aus der Abgeschiedenheit heraustreten und sich der gebildeten Welt anschliessen". Bei allen neuen Aufschlüssen ergibt sich so die Bestätigung der ältesten Deutung des Ganzen, dass es sich um einen Kampf um die Einzigkeitsstellung Gottes im Glauben der Juden, und dann später durch sie der Völker der Welt, und nicht um einen. Entnationalisierungswillen gewisser jüdischer Kreise handelte. Im Grunde hat Bickermann so, trotzdem er das Ganze in die Politik jener Zeit hineinstellt und von da aus erhellt, die Chanukkageschichte entpolitisiert. M. D. Frankfurter Chanukkahleuchter Die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler überreichte ihren Mitgliedern als Notizblatt Nr. 34 eine reich bebilderte Arbeit der beiden Kunsthistoriker Dr. Hermann Gundersheimer, Kustos am Museum jüdischer Altertümer in Frankfurt a. M., und Dr. Guido Schönberger, Kustos i. R. in Frankfurt a. M., über Frankfurter Chanukkahleuchter aus Silber und Zinn. In dieser Arbeit werden die den Verfassern durch ihre Arbeit im jüdischen Museum bekannt gewordenen Menorot Frankfurter Herkunft auf ihre Werkstattzugehörigkeit untersucht. Mit den Methoden moderner Kunstwissenschaft werden die Meister festgestellt, die als Schöpfer dieser jüdischen Kultgegenstände zu ermitteln waren. Es ergeben sich dabei interessante Einblicke in die Werkstattzusammenhänge des 18. und 19. Jahrhunderts und insbesondere über die Beziehung jüdischer Auftraggeber zu bedeutenden Kunsthandwerkern der Zeit. Die Veröffentlichung wird den Mitgliedern der Gesellschaft (Mitgliedsbeitrag jährlich 10 RM) gleichzeitig mit dem soeben erschienenen „Illustrierten Führer durch die Sammlung Nauheim" des. Museums jüdischer Altertümer unentgeltlich geliefert. J. Kracaucr, Geschichte der Juden in Frankfurt a: M. von 1150-1824. Herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main. 2 Bände 1925 und 1927, 45S und 533 S. J. Kauffmann-Verlag. Die Bedeutung des vor mehr als 10 Jahren erschienenen zweibändigen Werkes ist im Laufe der geschichtlichen Ereig- ■ nisse gewachsen. Wir verstehen es heute tiefer als je zuvor. Die Gründlichkeit und Sachlichkeit der Darstellung bleibt auch in unseren Tagen vorbildlich. In jahrelanger Arbeit am Stadtarchiv ist Kracauer der beste Kenner aller Quellen zur Geschichte der Juden in Frankfurt a. M. geworden. Das Werk schildert die Zeit vom ersten nachweisbaren Auftauchen der Juden in Frank- Z U CHANUK KAH in DIE HEILIGE SCHRIFT der Uebersetjung von Leopold Z u n z sämtliche 24 Bücher in einem Bande Zu beziehen durch jeden jüd. Buchvertrieb oder direkt von Leo Alterthum, Jüdischer Buchverlag, Beriin-Chbg. 9, Kastanienallee 17 I Volkstüml. Preis nur RM 4.801 Sämtliche Lederwaren für die Reise von Loewen herz 21 Goethesir. 21 Schenkt Bücher zu Chanukkah Jugendbücher, Romane, jüdische Spiele Novitäten stets auf Lager Jüdischer Buchvertrieb Hugo Oppenheim er Frankfurt a. 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