Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-10-01 · 1 (10.1937) · p. Seite 23

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
1 (10.1937)
Date
1937-10-01
Page
Seite 23 (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3094266-3094451-3094452--5883-3100673
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 1 Oktober 1957 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Seite 23 Diskussion besser leiten kann. Es hat sich ein Stamm von etwa 20 Leuten gebildet, der regelmässig erscheint und der auch nicht vergrössert werden soll. Die Leitung der Jugendgemeinde liegt in den Händen von Herrn Rabbiner Dr. Lemle, doch ein von der Jugend selbst gewählter Gemeinderat, der aus drei Mädeln und vier Jungen besteht, bespricht mit ihm die einzelnen Veranstaltungen, hilft ihm bei der Organisation, macht Vorschläge und Propaganda. Ostern ist natürlich der Fall eingetreten, dass durch Wegzug und Eintritt ins Geschäft der von der Schule Abgegangenen grosse Lücken in unseren Keinen entstanden. Andererseits sind aber viele Jungen und Mädel in das Alter gekommen, das sie zum Besuch der Onegim berechtigt, nämlich 12 bis 13 Jahre. Wir fordern nun diejenigen auf, die durch meine Ausführungen, aus denen man hoffentlich Sinn, Zweck und Ziel unserer Jugendgemeinde ersehen kann, Interesse an der Sache bekommen haben, uns einmal Samstag morgens im Trausaal der Westendsynagoge zu besuchen und ohne jeden Zwang sich alles einmal anzuhören.. Wenn es ihnen gefällt (was ich von jedem jungen Menschen glaube, der der Welt nicht gänzlich uninteressiert und teilnahmslos gegenübersteht), werden sie wieder kommen, um der Jugendgemeinde anzugehören. „Wer kommt, wird sehen". Hans Goldbeck Jüdischer Sport in Frankfurt Im Fussball war die Amateurmannschaft der ,.Hakoah", die „Hasmonäa" Wie n, beim Bar Kochba erschienen, im Handball trat die erste .,Hakoah"-Elf an. Die- Hitze beeinträchtigte die Leistungen der Gegner; 500 Zuschauer waren erschienen. Es kostete die Frankfurter Bar Kochbaner viel Mühe, um die „Hasmonäer" mit 2:1 Toren zu besiegen. Der Frankfurter Mittelläufer Herrsch erzielte die beiden Siegestreffer. Die 2:4 Niederlage des Bar Kochba gegen „Hakoah" im Handball . bedeutete einen ehrenvollen Abschluss. Im Fussball und Handball sind Bar Kochba Frankfurt und Schild Frankfurt, im Damen-Handball Schild Frankfurt und; Hakoah Frankfurt Finalisten des Spielausschusses. Im Fussball steht Schild Frankfurt vor Schild Mainz, JSV. Offenbach, Schild Darmstadt, JTB. Frankfurt, Schild Worms und Schild Giessen an der Tabellenspitze der . Arbeitsgemeinschaft". Der Handballsieg der Damen des Schild Frankfurt in Berlin gegen die JSG. Berlin im Endspiel um die Reichsmeisterschaft verdient Beachtung. Die Frankfurterinnen hatten einen harten Kampf zu bestehen, den sie erst nach zweimaliger Verlängerung mit 6:5 gewannen. Auch einige Leichtathleten des Schild errangen in Berlin Siege und Preise bei den Reichsmeisterschaften des Sportbundes. Im Tennis gewann der Schild hohe Meisterehren. Toni Richter-Weih er mann errang zum vierten Male in Berlin die Reichsmeisterschaft im Dcvmen-EinzeL Zweite wurde Lo , Manko, sodaß der Frankfurter Verein die beiden besten jüdischen Tennisspielerinnen in Deutschland stellt. Nachzutragen ist das Schulsportfest des' Philanthrop ins, das einen erfreulichen Verlauf nahm und auf allen leichtathletischen Gebieten und in den Rahmenkämpfen im Fuss- Hand-, Völker- und Schlagball ausgezeichnete Leistungen bot. Als besondere Leistungen sollen hier die 100 m von Arth. G o 1 d- Schmidt in 12 Sek.. der Hochsprung von Walter Hepner von 1,65, der zu den Bestleistungen im jüdischen Sport zählt, und die Zeit von 51 Sek. für die 4 x 100 m-Staffel genannt werden. Um die Leitung der Wettkämpfe hatten sich die Lehrerinnen Abt, Jakobi und Dr. Strauss sowie die Herren Dr. S. Rothschild, Stelzer und Kohn verdient gemacht. Studiendirektor Dr. Hirsch begrüsste die Erschienenen, Sanitätsrat Dr. Ettlinger überreichte bei der Preisverteilung die Sanitätsrat Ettlinger-Plakette als Wanderpreis für die 10 x 100 m-Rundenstaffel und Oberstudiendirektor Dr. O. Driesen die Driesen-Plakette als Wanderpreis für die leichtathletischen Bestleistungen des Philanthropins. Aus den 20 bis 25 Reichsbesten der jüdischen Schulen zu den Reichswettkämpfen der jüdischen Schulen' in Berlin im1 August wurden W. Hepner, Arthur Goldschmidt und Lore Mayersohn vom Philanthropin, die sämtlich dem Schulsportverein Philanthropin angehören, zur Teilnahme aufgefordert. In den jetzt abgeschlossenen Pflichtspielen der „Arbeitsgemeinschaft" ging der Schulsportverein in der Fussball-A-Klasse der Schüler und in der Jugendklasse-Handball als Sieger hervor. PARFUMERIE DR. ALBERSHEIM KAISERSTR. 9 zeigt neue Damen-Taschen Knirps-Schirme Kamelhaardecken Rock-Decken Sehr erfreulichen Jugendsport bot das leichtathletische Bezirksspo-rtfest des Südwestdeutschen Makkabi, das diesmal als Ausscheidungskämpfe für die leichtathletischen Jugendmeisterschaften des deutschen Kreises am 12. September galt. 250 Jugendliche beteiligten sich an 40 Wettbewerben. Der Leiter der Kämpfe, Lolles Metzger, verdient grosses Lob. Bei der männlichen Jugend war der Bar Kochba Offenbach, bei den Mädchen die junge Hakoah Frankfurt der erfolgreichste Verein. In krassem Gegensatz zu den mustergültigen Leistungen der Jugendlichen stand eine beschämende Interesselosigkeit des jüdischen Publikums. Wir zählten kaum 50 Zuschauer, bei der Preisverteilung geisselte der Sprecher der Südwestdeutschen Kreisleitung, Heinz Gochsheimer, mit Recht dieses mangelnde Interesse für die jüdische Jugend. L. W-s. Jetzt 50 jüdische Sanitäter in Frankfurt In einer Prüfung des 3. Anfängerkurses führte die Sanitätsabteilung des TSV. Schild in der Samson Raphael Hirsch- Schule beachtliche Proben soliden Könnens und i'aehgemässer Schulung vor Augen. Die Kursleiter. Dr. Bendix und Dr. Frankel, unterzogen zunächst die 25 Kursteilnehmer einer theoretischen Prüfung. Dann leitete der Gründer und Obmann der Abteilung, Harry W e i s s, gemeinschaftlich mit den beiden Aerzten die praktischen Vorführungen, die an gestellten Verletzten vorgenommen wurden. Vereinsleiter Hans Grünebaum verteilte an die Prüflinge dann die Diplome und ehrte die Verdienste von Harry Weiss durch die Verleihung des Silbernen Vereinsabzeichens. Es sprachen ferner Dr. Frankel über die Bedeutung der Sanitätsarbeit, S <itätsrat Dr. A. E111 i n g e r im Namen der Israelitischen Gemeinde, Dr. A. Merzbach für die Israelitische Religionsgesellschaft, Karl Lorsch für den Reichsbund-Vorsitzenden, den Landesverband Südwest und die Frankfurter Ortsgruppe, Annelise Bender sprach im Namen der Kursusteilnehmer den Leitern der Ausbildung ihren Dank aus. L. W-s. Geschäftliche Mitteilung Gymnastik und Massage In der heutigen Ausgabe unseres Blattes teilt Frau Trude Isaac-Katzauer mit, daß sie ab 1. Oktober ihre bekannte Praxis (Gymnastik und Massage) wieder ausübt. * Die Jüdischen Tonkünstler Frankfurts weisen darauf hin. - daß die Zeichnung zu dem dieser Nummer beigelegten Aufruf zum Besuch der Mittwochkonzerte von Alfred Auerbach nach einer Idee von Dr. Julius H an a\i e r gefertigt wurde. Druckfehlerberichtigung Der Fernsprechanschluß der Herren-Maßschneiderei D. Seidel, Brönnerstraße 24, I., ist: 26329. K. K. L. Wir virweisen unsere Leser auf den Prospekt des Keren Ka'jemeth in dieser Nummer unseres Blattes.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.